Illegale Downloads in England legal - NICHT


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Unter anderem schreibt Chip

[...]Schon 2015 wird die britische Regierung gemäß dem aktuellen VCAP-Beschluss (Voluntary Copyright Alert Programme) die Strafverfolgung von Raubkopierern einstellen.[...]

Download ohne rechtliche Konsequenzen
Illegale Downloader erhalten demnach vier Mahnungen, werden diese ignoriert, folgen keine weiteren Konsequenzen. Zwar habe es durchaus Pläne einer anschließenden Strafverfolgung gegeben, diese seien aber schlichtweg nicht durchführbar. Damit sind Maßnahmen wie das in Frankreich praktizierte Abschalten der Internetverbindung nach dem dritten Verstoß oder weitergehende Strafverfolgung vom Tisch. Auch die lange diskutierte Filesharer-Datenbank verschwindet wohl endgültig in der Versenkung. Stattdessen setzt man jetzt auf eine Strategie der Aufklärung und Entkriminalisierung.

Fakt ist: es ändert sich überhaupt nichts! und der Grund dafür ist in einem einzigen Buchstaben zu finden. Der Buchstabe nennt sich "V": Das Programm nennt sich Voluntary Copyright Alert Programme. Das bedeutet, dass die Teilnehmer dieses Programmes sich freiwillig dran halten möchten. Es gibt wohl die 4 Mails, aber es steht dem Copyright-Inhaber natürlich weiterhin frei, alle RECHTLICHEN Mittel zu nutzen.

Bei diversen Medien wurde in den Facebook-Kommentaren schon gefeiert. Von der Ausrede nach England ist die Rede. Leider ist die Meldung komplett falsch interpretiert worden:

Except it’s not fun at all. It’s completely untrue on countless levels and to suggest otherwise puts people at risk. Let’s be absolutely clear here. Copyright infringement, whether that’s on file-sharing networks or elsewhere, is ILLEGAL in the UK. Nothing, repeat NOTHING, has changed.

As detailed in our previous article, VCAP is a voluntary (that’s the ‘V’ part) agreement between some rightsholders and a few ISPs to send some informational letters to people observed infringing copyright.

This means that the mainstream music labels and the major Hollywood studios will soon have an extra option to reach out to UK Internet users. However, whenever they want to – today, tomorrow or next year – any of the copyright holders involved in VCAP can still file a lawsuit or seek police action against ANYONE engaged in illegal file-sharing – FACT.

Also: Auch UK ist kein Downloader-Schlaraffenland.

Update: ich gehe davon aus, dass Chip und Co. ihre Artikel angepasst haben. Dennoch wurde das ziemlich oft geshared, daher wollte ich eben drauf hinweisen.

Dracula 1931


Diese Kritik schiebe ich schon ewig vor mich her. Dracula wurde 1931 veröffentlicht, ist also schon 80 Jahre alt. Ich muss also andere Maßstäbe für visuelle Gestaltung und Sound setzen als normalerweise. Ich selbst bin ja eher das Filmkind der 80er Jahre, was meine Liebe zu Goonies, Stand By Me und Explorers erklärt. Das Horrorgenre hat mich bis zum Erscheinen von Scream auch nicht wirklich gereizt: Ich kannte natürlich Freddy Krüger vom Namen her, aber ich hatte nie das Bedürfnis, mir sowas anzusehen.

Jetzt sehe ich mich selbst aber irgendwo als cinephiler Nerd und daher muss es auch mal was klassisches sein. Damals dachte ich: "viele Filme aus dem vergangenen Jahrhundert sind entweder Liebeskomödien oder Liebesschnulzen. Dann doch lieber was gruseliges". Ich kannte den vorzüglichen "Casablanca" ja noch gar nicht und mit "Vom Winde verweht" wurde ich nach einem ermüdenden Sissy-Marathon gequält, daher konnte ich mit Klassikern früher einfach nichts anfangen. Aber ich schweife ab. Es sollte also was gruseliges sein. Und am besten irgendwas mit einer Handlung, die ich schon kenne. Bram Stoker schrieb Dracula und auch wenn ich nie wirklich Dracula-Filme geguckt habe, wußte ich natürlich, dass es um Dracula, Mina, Van Helsing, Renfield und Jonathan Harker geht. Und ich wußte, dass Dracula sich in eine Fledermaus verwandeln kann und Blut saugt. Viel mehr muss man für Dracula nun eigentlich auch wirklich nicht wissen. Ich packte also meine Dracula DVD aus und legte diese in den Player.

Zuerst mal: Der Film ist wirklich alt. Das Medium "Film" war auch 1931 noch relativ neu und daher konnten Lichteffekte und Plüschfledermäuse an Nylonfäden die Leute noch gruseln lassen. Auch geschickte Schnitte sorgten für die Illusion, dass Dracula sich augenscheinlich spontan in ein Zimmer beamen konnte. Ein damaliges Publikum hat sich hier bestimmt nass gemacht.

Aber am Beispiel von Terminator II, der ja nun auch fast 25 Jahre auf dem Buckel hat, sieht man ja schon, dass die Technik sich hier extrem weiter entwickelt hat. Der flüssige Terminator hat damals nämlich dafür gesorgt, dass ich mich naßgemacht habe.

 

Jut: Wieder zurück zum Thema. Story ist klar, Effekte sind "schlau gemacht" und der Hauptdarsteller Bela Lugosi IST Dracula. Der Typ macht die meiste Zeit des Films eigentlich nichts anderes als fürchterlich zu schauen. Dabei wird sein Gesicht in unheimliche Beleuchtung getaucht und seine Augen noch per Trickaufnahme ne Ecke heller gemacht. Wirkt insgesamt ziemlich gelungen, krankt aber auch daran, dass sowas heute einfach nicht mal mehr Kinder erschrecken kann. Insofern bleibt mir hier eigentlich nix zu kritisieren. Der Film hat damals Leute zittern lassen. Bela Lugosi ist nie aus der Rolle des Draculas heraus gekommen und ich habe nun das gute Gefühl, auch mal was über nen Klassiker geschrieben zu haben.

 

Extrem wichtig ist aber, dass Bela's Dracula das Image des Gentleman-Vampirs geprägt hat. Circa 10 Jahre vorher erschien ja der Vampirstreifen Nosferatu mit Max Schreck (ja, der Mann heißt wirklich so) und hier war der Vampir ein deformiertes Wesen, das beim Angucken schon Ekel hervor ruft. Lugosi war halt gut gekleidet, ein fast perfekter Gentleman. Das gab es vorher nicht.

Fazit: Keine Ahnung, ob man sich den Film wirklich ansehen muss. Wenn man wissen will, wo die Filmmonster ihre Ursprünge haben, ist dieser Film sicherlich historisch relevant. Es ist ja nun auch nicht so, dass der Film total unspannend wäre, aber man darf im "jetzt" natürlich keine Wunder erwarten.

Wie sieht ein absolut professionelles EDM-Studio aus


Noisia ist ein extrem angesagter Dubstep/Drum 'n' Bass-Act aus Groningen. Noisia hat den einzig wahren Remix von Smack My Bitch Up gemacht. Außerdem waren die 3 Jungs federführend beim Soundtrack von Devil May Cry. Diese Multitalente arbeiten, wie gesagt, zu dritt und jeder von denen ist ein Soundtüftler.

Daher braucht auch jeder ein eigenes Setup. Es gibt bei Noisia also 3 Studios im Studio. Auf Facebook haben Noisia bereits 2012 eine Galerie veröffentlicht, die die Aufbauarbeiten zum Noisia-Studio schildern.

Noisiasetup
Auf dem Boden wurden Industriesprungfedern ausgelegt. Die Aufgabe der Federn ist klar: Abfangen der Vibrationen der Außenwelt und diese Vibrationen auch nicht in die Außenwelt abgeben.

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Hier nochmal im Closeup so eine Sprungfeder mit einem Stahlträger oben drauf. Auf dieses Konstrukt wurden dann die Studioräume drauf gebaut.

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Das ganze nochmal in der Gesamtheit. Auf diese Kreuzstäbe kommen die Fußböden.

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Wenn die Böden gelegt sind, kommen die Wände dazu. Irgendwie ja logisch, denn ohne Wand macht ein Studio nun mal keinen Sinn. :)

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Vorne wird eine Aussparung für eine Glasscheibe gelassen. So können Nik Roos, Martijn van Sonderen und Thijs de Vlieger sich gegenseitig beobachten.

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Von außen sieht so ein Studiocontainer dann so aus, wie man hier sieht. Innen drin hat das Ding auch ne ziemlich coole Optik.

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Das fertige Studio.

mehr Fotos gibt's in der offiziellen Noisia-Galerie

TV Kritik zur Serie The Strain


Seit Sonntag läuft auf dem US bzw. kanadischen Sender FX-Networks die Serie "The Strain".

"The Strain" basiert auf dem Buch Die Saat von Chuck Hogan und Guillermo Del Toro. Letzterer ist auch als Regisseur beim Piloten dabei und produziert die ganze Serie auch noch. Das Buch selbst zeichnet sich dadurch aus, dass es in Teilen schon wie ein Drehbuch geschrieben wurde.

Handlung

Ein Jet aus Berlin landet auf dem Rollfeld des JFK-Airports. Die Maschine ist stockfinster, es gibt keine Geräusche aus dem Flugzeug und auf Funksprüche reagiert auch niemand. Ephraim Goodweather, Chef vom New Yorker Seuchenschutz betritt das Flugzeug mit seiner Kollegin Nora Martinez und ihnen bietet sich ein gespenstisches Bild. Alle Passagiere sitzen leblos in den Sitzen, es gibt keine Spuren eines Gewaltverbrechens doch augenscheinlich sind alle tot.

Im Flugzeug wird auch noch eine riesige, mit Mutterboden befüllte Kiste gefunden. Diese Kiste sieht aus wie ein gigantischer Sarg.

Plötzlich tritt wieder "Leben" in die toten Passagiere. Aber irgendwas stimmt hier ganz und gar nicht...

Die Serie

Bei "the Strain" handelt es sich tatsächlich um einen Vampir-Roman. Allerdings haben die Vampire aus "The Strain" mit den Schmusevampiren aus Twilight oder Vampire Diaries gar nichts zu tun. Diese Vampire haben auch keine Vampirzähne wie Bram Stokers Dracula. Diese Vampire sind blutrünstige Monster, die ihren Unterkiefer aushaken können und dann eine Art Rüssel benutzen, um das Opfer leer zu saugen und mit einem Parasiten zu infizieren. Es gibt aber durchaus auch Momente, bei denen die Infizierung nicht gewünscht wurde und das Opfer mit einem beherzten Kopfzermatschen unbewirtbar gemacht wird.

Optisch ist dieser ekelige Rüsselfortsatz wohl am ähnlichsten mit den Supervampiren aus Blade II vergleichbar. Der Film wurde zufälligerweise übrigens auch von Del Toro gemacht. Wenn Ihr nun also das Bild des glitschigen Vampirfortsatz im Kopf habt, dann wißt ihr so ungefähr, wovon ich rede.

Der Pilot sieht erstmal tatsächlich "teuer" aus. Aber das war bei anderen FX-Produktionen wie Nip/Tuck oder Sons of Anarchy auch nicht anders. Der Cast der Serie lässt sich ebenfalls als gut bezeichnen. David Bradley (Hausmeister Filch aus Harry Potter / Walder Frey aus Game of Thrones) gibt die wichtige Figur Abraham Setrakian, einem Holocaust-Überlebenden, der seit dem 2. Weltkrieg Vampire jagt. Dessen erste Vampirbegegnung war tatsächlich der "Meister" selbst, ein über hundert Jahre alter Vampir, dessen Wirtskörper ein großgewachsener Adeliger aus Armenien war. Dieser "Meister" trappte nachts durch das KZ und saugte die Gefangenen leer.

Sean Astin (Goonies, Herr der Ringe) spielt ebenso mit, wie Jonathan Hyde (Jumanji, Titanic) und Corey Stoll (Lucky # Slevin) auch. Insgesamt ein sehr aufgeräumter und stimmiger Cast.

Die Musik stammt von Ramin Djawadi, einem weiteren Game-of-Thrones-Veteran. Denn die GoT-Musik kommt auch von Djawadi, der übrigens auch den Soundtrack von Pacific Rim geschrieben hat.

Da ich die Bücher 1 (die Saat) und 2 (das Blut) bereits gelesen habe, konnte ich im Buch 2 merken, dass die Luft irgendwie raus geht. Ich hoffe, dass das in der Serie anders wird, denn das 3. Buch soll ja angeblich nicht so toll sein. Ich freue mich derzeit aber über die tatsächliche Sichtbarkeit der skurillen Figuren um Goodweather herum: Vasili Vet wird so geil!

Die erste Folge hat mir ziemlich gut gefallen: Es war nichts weich gespült und keiner der Vampire hat auch nur ansatzweise geglitzert oder war irgendwie freundlich. Die physische Gewalt wurde nicht beschönigt und den einen oder anderen richtig guten Schockmoment gibt es auch. Wenn die Serie also nicht in die "wir haken nochmal eben den Handlungsstrang ab"-Schiene rutscht, wie das Buch, dann haben wir hier einen echten Kandidaten für eine richtig geile Horror-Serie.

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