Das Oldenburger Wallkino muss wieder aufmachen

Wenn man wie ich in Oldenburg aufgewachsen ist, verbindet man eine gewisse Liebe zu bestimmten Gebäuden oder Landstrichen unserer schönen Stadt. Oldenburg hat die beiden Weltkriege nahezu unbeschadet überstanden, daher gibt es hier eine Menge sehr alter Gebäude. Eines dieser alten Gebäude ist das Oldenburger Wallkino. Das Wall wurde 1914 eröffnet und 1960 komplett umgebaut. Auch nach dem zweiten größeren Umbau Anfang der 1990er Jahre war das Wall eines der historisch schönsten Gebäude unserer Stadt und das älteste Lichtspielhaus in Norddeutschland.

2007 wurde das Wallkino geschlossen. Einerseits gab es seit 1999 das Cinemaxx mit größeren Säälen, modernerer Technik und viel mehr Sitzplätzen. Ich war bis zur Schließung des Wallkinos übrigens nie im Cinemaxx. Denn im Gegensatz zum Wall habe ich dem Cinemaxx nie die Liebe zum Film zugesprochen. Das ganze "Mega-Multiplex-Highdefinition-Palaver" dieses Unterhaltungsbunkers war nie meine Welt. Selbst jetzt meide ich dieses Riesending, wenn der Film im Casablanca (Oldenburgs anderes Kino) läuft. Aber das hier ist kein Cinemaxx-Bash-Posting. Dieser Blogpost ist pure Trauer.

Das Wallkino steht seit 2007 leer. 2006 hat Ulrich Marseille das Gebäude von seiner Mutter geerbt und den damaligen Betreibern postwendend gekündigt, obwohl diese noch mit der Mutter zusammen das Gebäude ein weiteres Mal renoviert hatten. Seit 2007 ist das Gebäude leer und darf von niemandem mehr betreten werden. Die Innenräume, sowie der Außenbereich stehen unter Denkmalschutz, doch Marseille wird das Aussitzen und die Stadt wird einem Teilabriß oder einer Renovierung nicht zustimmen

Mich machen die Bilder des Wallkinos immer traurig. Wenn ich gut gelaunt bin, muss ich mir lediglich die Bilder aus dieser Galerie ansehen und dann könnte ich auch direkt losweinen. Klar: Innen atmet das Gebäude nicht den Charme von vor über 100 Jahren mehr, denn die Renovierungen der 60er Jahre haben die richtig alte Optik natürlich zerstört, aber das Wall war für mich die Definition von Kino. Das Wall war für mich so, als wäre ich Humphrey Bogart und ich gehe mit Ingrid Bergmann in dieses schöne alte Kino.

Ich verstehe nicht, wieso Marseille das Ding nicht an wirkliche Liebhaber verkauft. Klar: Vermutlich will er viel zu viel Geld dafür haben und die renovierungsarbeiten werden auch noch einmal viel zu viel Geld kosten, daher gibt's auch keine Kaufinteressenten. Aber ich vermisse mein Wallkino so sehr. Sooooo sehr.

Liebe Mitoldenburger, wie seht ihr das? Soll dieses Goldstück wieder aufmachen? Ich bin ja dafür, aber ich bin nicht so naiv das zu glauben.


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Lasst die Kinder doch einfach Kinder sein - gegen zu fruehe Einschulung

Ich mache meinen Traumberuf. Ich bin Softwareentwickler und mache diesen Quatsch seit 16 Jahren hauptberuflich. PHP, HTML, Javascript, C++ und die Administration von Windows- und Linuxsystemen gehört zu meinem täglichen Lebensaufgaben. Damals in der Schule haben die Leute zu meinen VC20/C64-Tagen schon gesagt, dass ich gut mit dem Computer umgehen kann.

Die Lehrer meinten zu dieser Zeit aber, dass ich damit keine Chance hätte. Außerdem sind meine Kenntnisse in Mathematik und Naturwissenschaften allgemein doch eher mies. Ich müsste doch Abitur machen und danach Informatik studieren. Meinen Lehrern habe ich zu dieser Zeit geglaubt. Ich habe krampfhaft versucht, mein Abi zu machen. Da ich aber IT-typisch eher faul bin und alles, was über meine Fachidiotie hinaus geht, nur schwer in mein Hirn rein geht, hatte das mit dem Abitur auch nach dem 2. Anlauf einfach nicht funktioniert.

Letztendlich war mein Fachabitur dann ein Bonus zu meiner erfolgreich verlaufenen schulischen Berufsausbildung als staatlich geprüfter Assistent für Informatik. Mithilfe dieses Abschlusses konnte ich ohne Studium und Abitur in meinem Traumjob einsteigen.

Diese Einführung muss mal eben sein: Dieser Blogpost richtet sich ganz klar gegen das etablierte Schulsystem. Damals wie heute, halte ich Schule bzw. die Art des Unterrichts für einen schlechten Witz. Lehrpläne geben extrem starr vor, was den Kindern wann vermittelt werden soll. Innerhalb der von Erwachsenen vorgerechneten Zeiten müssen Kinder zum Beispiel Mathematik genau so können. Dabei wissen wir alle aus eigener Erfahrung, dass manche Menschen gut in Mathe sind und andere Menschen eben nicht. Lehrpläne nehmen darauf keine Rücksicht.

Das aktuelle Schulsystem (Schule bedeutet übrigens "Nichtstun" im griechischen schola) halte ich für pure Vermittlung von Angst:

  • Kinder haben Angst vor den Lehrern.
  • Lehrer haben Angst vor den Eltern.
  • Eltern haben Angst davor, dass die Kinder versagen.

Den Kindern wird das Wissen reingeprügelt, ohne das Hintergrundwissen zu vermitteln. Wenn mir damals einer plastisch hätte erklären können, wie wichtig Algebra sein kann, würde ich beim Zimmer-renovieren nicht so viel Farbe kaufen. Und viele Sachen sind für Kinder meiner Meinung nach total irrelevant. Jedenfalls könnte man Themen wie den Limes oder die Steinzeit in der Gesamtheit viel kürzer abfassen und den Kindern, die sich ernsthaft für das Thema interessieren die Option anbieten, sich für bestimmte Themen eigenständige Aufgaben zu suchen.

Ich habe damals in Sozialkunde meine Note um glatte 2 Stufen verbessert, als das Thema Arbeit kam und ich aufzeigen könnte, wie geil man mit MS Excel Projektpläne machen kann. Und damals war ich 14 oder so.

Worauf will ich hinaus? Es gibt das Konzept der Summerhill-School. Hierbei handelt es sich um ein demokratisches Schulsystem. Im Gegensatz zum "Lehrer vorne, Schüler hinten"-Konzept ist Demokratie hier wortwörtlich zu verstehen.  Mehr dazu hier. Dieses Konzept mag ich sehr, denn nirgends im Berufsleben wird so beknackt gearbeitet, wie in der Schule. Wir arbeiten im Team, wir besprechen gemeinsam die beste Lösung und jeder bringt sein Wissen ein. Diese Art der Arbeit hast Du eigentlich überall. Jeder hat irgendwo die Möglichkeit, Strukturen aufzubrechen und etwas besser zu machen. In Schulen geht das nicht. Schulen sind starr an die Lehrpläne gebunden. Variationen gibt es nicht. Als ich die 7. Klasse wiederholt habe, konnte ich exakt dieselben Arbeiten und auch dieselben Mappen noch einmal benutzen. Ich musste NICHTS ändern, lediglich das Datum war halt jahresbedingt anzupassen. Mir kann keiner erzählen, dass so etwas den Lehrern Spaß macht. Den Kindern noch viel weniger.


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Ich saufe Amen Break

Ohne den berühmten Amen-Break wäre Techno und Dance nicht da, wo es heute ist. Das ist ein extrem bekannter Beat, aus dem Song Amen, Brother der Band The Winstons. Der eigentliche Beat stammt aus einem Drumsolo von Gregory C. Coleman. Den Beat könnt ihr in diesem Youtube-Clip hören, ca ab 1:26.

Der Drummer starb 2006 in Obdachlosigkeit, allerdings erhielt der Sänger der Band letztes Jahr 24.000 Dollar aus einer Crowdfunding-Aktion. Also: Techno wäre nichts ohne diesen Beat. Und jetzt kann man diesen Beat auch trinken.

Es gibt einen australischen Wein, namens Amen Break. Hier ein Foto:Chardonnay

Trinken und bestellen kann man diesen Chardonnay übrigens hier.


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Was ist deine Lieblingsserie

Beim Michl habe ich dieses Stöckchen aufgegriffen. Serien!

Frage 1: Nunja, zuerst: Was ist deine Lieblingsserie und wieso?
Meine aktuelle Lieblingsserie ist Game of Thrones. Diese Serie hat Intrigen, Sex, Brutalität und ist unglaublich aufwändig produziert. Der Cast ist super, die Figuren sind gut ausgearbeitet und man wird immer wieder überrascht.

Frage 2: Wer ist dein Lieblingscharakter und wieso?
Tyrian Lannister. Den mag eigentlich jeder am liebsten. Die Figur ist super. Allerdings wächst die Figur der Sansa Stark mir gerade ans Herz. Dieses unfassbar passive Mädchen, das ihre Weiblichkeit mal bewußt, mal unbewußt einsetzt, finde ich gut gelungen.

Frage 3: Gibt es eine Lovestory? Bzw. wer ist dein Lieblingspärchen, oder wer sollte eigentlich deiner Meinung nach gar nicht zusammen sein?
Es gibt nicht wirklich Lovestories in der Serie. Wenn man sich an die Leute gewöhnt hat, sterben sie meistens ziemlich brutal. Leider.

Frage 4: Welche Serie schaust du aktuell?
Ich bin nicht so der Seriengucker. Buffy habe ich geguckt, Angel auch. Californication fand ich auch super. Aber irgendwie schaue ich Serien nie so richtig zuende. :)


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100 Jahre Film

100 Jahre Film. 100 epische Szenen/Shots hat Jacob Swinney hier zusammen geschnitten. Ich habe überlegt, ob und welche Filme ich von diesen hier schon gesehen habe. Tatsächlich wirklich alle. Und Du? Wie viele dieser Filme hast Du gesehen?


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