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Computerspielmusiker

Wir alle wissen, dass Musik Emotionen transportiert und gerade auch bei Film und Fernsehen eine wichtige Rolle spielt, um eine Stimmung beim Zuschauer zu erzeugen. Die Meister ihres Fachs, zum Beispiel John Williams oder Alan Silvestri haben es geschafft, dass Ihre Musik untrennbar mit dem jeweiligen Film verbunden ist. Oder kann sich irgendjemand Indiana Jones ohne die einprägsame Trompete vorstellen? Oder gäbe es die Aktion "du bist Deutschland" ohne die Titelmelodie von Forrest Gump?

Musik in Filmen ist unglaublich wichtig doch auch ein anderes Medium funktioniert heute ohne Musik überhaupt nicht mehr: Computerspiele.

Musik in Computerspielen hat es schon immer gegeben: Schon Anfang der 80er Jahre wurde jedes Level von Pacman über eine Erkennungsmelodie eingeläutet. Spätere Spiele hatten einen permanenten Hintergrundsoundtrack und die Entwicklung des sogenannten SID-Soundchips des C64 führte dazu, dass so mancher Spielefreak seinen Kassettenrekorder an den C64 anschloß, um die fantastische Musik von Chris Huelsbeck (Giana Sisters) oder Rob Hubbard (International Karate) aufzunehmen.

Die Musik auf dem C64 war treibend, sie wurde zum Ende des Zeitlimits schneller und einige Level hatten "dunkle Musikstücke", um die Schwierigkeit des entsprechenden Levels noch zu unterstreichen.

Natürlich hat sich seitdem nicht nur die Grafik oder auch die Spieltiefe der Games verändert. Auch die Musik wurde im Laufe der Jahre immer komplexer. Das Schlüsselwort hier ist "Interaktivität". Der Spieler veranstaltet im Spiel natürlich viele Aktionen. Er betritt verschiedene Räume, sieht unterschiedliche Charaktere oder eben auch Gegner und nicht zuletzt sieht die Situation für den Spieler mal besser, mal schlechter aus.

Interaktive Musik war insbesondere bei den Adventure-Spielen aus dem Hause Lucasfilm Pflicht: Bei Day of The Tentacle änderte sich die Musik von Michael Land bei jeder Situation und die Übergänge von einem Lied ins andere absolut nahtlos. Das die Musik dabei entsprechend komponiert sein musste und dass die Programmierer hier ein intelligentes System benötigten, ist damit ja klar.

Um die dynamische Musik in die Spiele zu bringen, erstellten die Musiker/Programmier Michael Land, Clint Bajakian und Peter McConnell ein System namens iMUSE.

The Dig
The Dig verfügte über einen riesigen Soundtrack von Michael Z. Land. Land ist eh dafür bekannt, auch kurze Loops nicht nervig zu gestalten.

Die Anforderungen an einen Musiker für Computerspiele sind somit ziemlich extrem: Einerseits muss ein Spielemusiker die üblichen Werkzeuge wie DAW und VST bedienen können, andererseits muss seine Komposition auffällig aber nie nervig sein: Bestimmte Passagen eines Levels kommen unter Umständen immer wieder vor, also muss die Musik angenehm genug sein, damit der Level nicht langweilig wird.

Die Musik in Computerspielen ist heutzutage genau so aufwändig produziert wie die Musik in einem Hollywood-Blockbuster. Ganze Orchester und riesige Gesangschöre unterstreichen das Spielgeschehen auf dem Bildschirm. Es gibt allerding auch den Fall, dass die Musik unglaublich winzig vom Speicherverbrauch her sein muss. Wenn ein Musiker zum Beispiel für einen Handheld oder ein Mobiltelefon die Musik erstellen muss, dann muss er sich von DVD-Soundqualität verabschieden. Meister ihres Fachs sind dennoch in der Lage, auch aus diesen Geräten bombastische Soundtracks herauszuzaubern.

Gerade im Bereich der Handhelds werden Spielemusiker noch immer mit den technischen Einschränkungen konfrontiert. So kann es häufig passieren, dass man ein Musikstück vorgelegt bekommt und dieses dann in ein platzsparenderes Format wie XM und sogar MOD umwandeln muss. Denn dort sind die Trackerformate der alten Schule durchaus noch geläufig. Andererseits haben selbst ältere Mobiltelefone mittlerweile die Option mehrere Gigabyte an Speicher verwalten zu können, so ist die Grenze zwischen "optimierter Musik" und "richtiger Musik" nahezu nahtlos.

Immer häufiger wird mittlerweile aber auch auf "normale" Musik zugegriffen: Das bekannteste Beispiel dafür ist die GTA-Reihe aus dem Hause Rockstar-Games. Hier hat der Spieler im geklauten Auto Zugriff auf eine Reihe von Radiostationen, die allesamt unterhaltsam sind. Wem das nicht reicht, der kann eigene Songs ins Benutzerdatenverzeichnis kopieren und diese Musik dann hören.
Interessant dabei ist, dass bei bestimmten Situationen im Spiel bestimmte Songs laufen. So gibt's bei GTA San Andreas eine Mission, bei der man einen Mafioso zum Reden zwingt, indem man zügig durch die Gegend fährt, während der Mafioso am Kühler hängt. Dort wählt das Spiel immer einen schmierigen Countrysong aus, der so gar nicht zum Thema passt ;)

Hier mal eine kurze Übersicht der Leute, die das Genre "Spielemusik" geprägt haben:

Amiga 600
Aufgabe: Bringen Sie Musik, Soundeffekte, Gameplay und Grafik in 1 MB RAM unter.
Chris Huelsbeck
Giana Sisters, Turrican, R-Type, To be on Top, Grand Monster Slam
Rob Hubbard
International Karate, IK+, Commando, I-Ball
Michael Giacchino
Call of Duty, Medal of Honor, Lost (TV-Serie), Die Unglaublichen
Alexander Brandon
Unreal, Jazz Jackrabbit 2, Deus Ex zusammen Michiel van den Bos

Viele dieser Musiker kommen aus der Demoszene. Bei der Demoszene geht es darum, die genialsten Effekte und Möglichkeiten aus der vorhandenen Hardware herauszuholen und damit die Zuschauer zu beeindrucken. In Zeiten von MS-DOS, ohne irgendwelche Grafik-Schnitstellen war es zum Beispiel ein gigantischer Aufwand, 3D-Objekte darzustellen, zumal die Spiele zu dieser Zeit noch nicht unbedingt die Optik besaßen. Ein Demo war seiner Zeit immer um Jahre voraus. Echtes 3D kam in Spielen meistens erst ein paar Monate später.

Heute sind Demos in erster Linie perfekt im Design. Die Optik ist opulent und auch die Musik ist meistens im Demo als MP3 oder OGG hinterlegt. Allerdings gibt's auch da Ausnahmen. Die Demo Debris von Farbrausch ist nur etwas über 170 kb groß und verfügt neben einer kompletten 3D-Engine inklusive aller Objekte und Texturen noch über einen sehr genialen Soundtrack. Ich gehe mal davon aus, dass hier also auch noch eine komplette Synthesizer-Engine verpackt ist.

Die KUNST bei der Demo ist es also in Zeiten unendlicher Speicherkapazität zu beweisen, dass man soviel Speicher eigentlich nicht braucht, wenn man sich die Mühe macht, extrem optimiert zu arbeiten. Dies ist irgendwo der Geist der alten Demos und Intros, die meistens als Crack-Info vor einem raubkopierten Spiel waren. So schließt sich der Kreis wieder.

Ich hoffe, dieser ziemlich lange Blogeintrag hat dir gefallen und ich freue mich über deinen Kommentar.

Author / Datum:
Marc Shake • 08.06.2010 - 22:27
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geekstuffMusikproduktion

Zensursula als Supermami der Nation

"Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg."
Horst Köhler

986 Buchstaben, die Köhlers Karriere als Bundespräsident beenden ließen. Seine Äußerung, dass die Bundeswehr durchaus dazu genutzt wird, um deutsche Wirtschaftsinteressen zu wahren, sorgten für übelgelaunte Leute in den großen Volksparteien. Sicherlich sind die Ausführungen von Köhler diskutabel und sein - in meinen Augen - trotziger, schmollender und weinerlicher Rücktritt unterstreichen das Bild vom Grüßaugust, das ein Bundespräsident nunmal inne hat.

Die Frage ist ja auch: Was weiß Köhler über den Einsatz der Bundeswehr. Ist es wirklich so, dass unsere Jungs dort den Frieden sichern sollen oder wird denen nur erzählt, dass sie den Frieden sichern sollen, wobei in Wirklichkeit eben doch wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stecken. Fakt ist, wir haben es hier mit einem Krieg zu tun, den keiner wirklich gewinnen kann: Die Taliban sind nunmal kein "Volk" im eigentlichen Sinne, sondern eigentlich eher so ne Art Club, der sich zusammensetzt, um mal eben irgendwas wegzubomben.

Wenn ich als Regierungschef jetzt losgehen würde und den Griechen den Krieg erkläre, dann wäre das Feindbild klar. Jeder, der Lena nur einen Punkt gibt, wird standrechtlich erschossen. (Ups, da war ja was) ;) - In Afghanistan ist es aber so, dass dort eben die meisten Leute keinen Bock auf die Deutschen, die Amis und eben auch die Taliban haben. Den Leuten ist es - so vermute ich jedenfalls - völlig wurscht, wer da jetzt wen abknallt.

Aber diese Diskussion, ob und wie der Krieg dahinten jetzt funktioniert, will ich ja gar nicht führen. Ich hab mich damals gefragt, warum Afghanistan als Land angegriffen wird und nicht gezielt nach Bin Laden gesucht wird, ist die CIA denn nicht schlau genug?

Nunja, Köhler kriegt jetzt Ehrensold, immerhin knapp 250.000 Euro im Jahr. Für nix. Schön...

Uschi von der Leyen galt bzw. gilt irgendwie noch als klare Favoritin, zumal Merkel unsere Zensursula ja auch haben will. Da hat sich die CDU/CSU allerdings selbst ins eigene Fleisch geschnitten, denn gewisse Bevölkerungsgruppen haben ein klaren Problem mit Zensursula. Das sind nicht nur die Blogger, auch andere Gruppen haben ein echtes Problem mit der Supermami.

die Frage ist, WER soll's dann machen? Ich darf nicht, bin zu jung. Außerdem glaub ich nicht, dass ein Sympathisant der Piratenpartei eine Chance hätte. Andersrum sollte der Posten des Bundespräsidenten von einer starken Persönlichkeit bekleidet werden. Weizsäcker hatte auch keine schneeweiße Weste aber komischerweise ist mir dieser Typ im Gedächtnis geblieben, während die Zeit vor Köhler in meinem Gehirn nur Leere widerspiegelt.

Jetzt seid IHR dran, wer soll es machen?

Author / Datum:
Marc Shake • 03.06.2010 - 07:41
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news

Windows 7 Werbung aus Japan

So machen die Japaner also Werbung für Windows 7. Offensichtlich nicht offiziell, denn ein Microsoft-Logo seh ich da nirgens. Dennoch: Ein lustiger Spot, wenn man Manga und Anime denn mag.

Author / Datum:
Marc Shake • 31.05.2010 - 21:14
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geekstuff

Lena Meyer Landrut gewinnt ESC

Das neue Bewertungssystem scheint sich ausgezahlt zu haben. Es gab wieder jede Menge Nachbarschafts-Votes aber dieses Mal war es längst nicht so übertrieben wie sonst.

Lena hat den ESC gewonnen, nicht einmal knapp sondern mit massiv vielen Punkten. Aus fast ganz Europa kamen volle 12 Punkte und auch die Hetzkampagne einer gewissen Tageszeitung konnte daran nix ändern.

Stefan Raab hat es immer wieder probiert und dieses Mal hat alles gestimmt. Der Song gefällt mir persönlich jetzt nicht so aber die Performance war zugegebenermaßen echt sauber.

Vincent Hasselgård, Aktiv I Oslo.no
Foto:Vincent Hasselgård, Aktiv I Oslo.no

Nun ja, da kann man nur gratulieren oder wie seht ihr das?

Author / Datum:
Marc Shake • 30.05.2010 - 00:31
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fernsehblogger

Iron Baby

Ob mein Baby das auch kann?

Author / Datum:
Marc Shake • 28.05.2010 - 15:38
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geekstuff


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