First Blood von David Morell


Aufgrund einer hervorragenden Rezension und Liebeserklärung drüben bei Moviepilot habe ich mir das Buch "First Blood" von David Morell besorgt. First Blood ist den meisten von euch vielleicht als Rambo I bekannt. Es geht also um den Vietnam-Veteranen, der in eine US-amerikanische Kleinstadt kommt und von den dortigen Redneck-Polizisten schikaniert wird. Sowohl im Buch als auch im Film lässt Rambo sich das nicht gefallen und wer den Film kennt, weiß ja wie es weiter geht.

Allerdings ist das im Buch ganz anders: Der Buch-Rambo ist härter und tödlicher. Im Film stirbt ein einziger Cop, weil er dusslig ist und aus dem Hubschrauber fällt. Im Buch verfällt Rambo in seine alten "Green Beret"-Gewohnheiten und wird zum rücksichtslosen Killer. Mindestens 20 Menschen müssen dran glauben und Morell schreibt nahezu genüßlich, wie Rambo dem ersten Cop den Bauch mit einer Rasierklinge aufschlitzt oder ein anderer nur noch in Stücken bei einem explodierten Haus gefunden wird.

Der Rambo in dem Buch legt sich mit Polizeichef Teasle an, weil er einfach keinen Bock mehr hat, herumgescheucht zu werden. Im Film wollte John Rambo wenigstens noch einen alten Kameraden besuchen. Der Grundtenor ist also insgesamt schon anders. Buch-Rambo tötet Suchhunde, Freunde und Kollegen von Teasle. Teasle selbst steigert sich in seine Jagd auf unnatürliche Weise rein und beide sind auf ihre Art total wahnsinnig und nahezu im Blutrausch.

Da Rambo 1 als Film eher im Lowbudget-Bereich zu sehen ist, sind einige Sachen aus dem Buch gar nicht übernommen worden. Im Buch sprengt Rambo die halbe Stadt in die Luft, es gibt Höhlensysteme mit jeder Menge Fledermausscheisse und ca. ab der Mitte des Buches ist Rambo auch schon schwer verletzt (gebrochene Rippen). Auch das Ende ist extremst anders als im Film.

Fazit: Schöner Survival-Roman mit einem Rambo, der ohne Rücksicht auf Verluste für sich selbst kämpft und das mit seinem Gewissen auch vereinbaren kann.

Fremde Menschen knutschen


Der erste Kuss zwischen zwei Menschen ist ja was total Irres. Man überschreitet eine Grenze und gibt viel mehr von sich preis. Die sich gegenseitig berührenden Lippen übertragen eine gewisse Spannung und man fühlt sich auf neue Art miteinander verbunden. So geht es zumindest Leuten, die sich vor dem ersten Kuss schon mal kennen. Wenn aber selbst das "kennen" schon weg fällt, erreicht die Hemmschwelle, die überwunden werden muss, eine ganz neue Dimension. Hier also ein Kurzfilm über wildfremde Menschen, die sich nun küssen sollen.

Das Ergebnis sind unsichere, fast peinliche Momente zwischen den Protagonisten, die dann aber irgendwie richtig putzig sind. Und - was ich faszinierend fand - die Küsse sind fast immer sogar richtig fordernd. Richtig süß.


YT direkt Kuss

Via Blogrebellen

Leider handelt es sich hierbei aber nur um nen Werbespot für das US-Modelabel WREN. Auch das steht bei den Blogrebellen und damit ist die ganze Aktion nicht mehr wirklich süß sondern nur noch übles Kalkül. Aber putzig ist die Aktion dennoch irgendwie.