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Ueberall nur noch Nazis

Was ist eigentlich in Europa los? Das Europa, bei dem wir alle zwar voneinander genervt sind. Das Europa, in dem wir uns aber eigentlich alle ganz doll lieb haben. Dieses Europa, das als direkte Konkurrenz zum bisher ja immer dominierenden Amerika stand. Dieses Europa, das im Grunde genommen ja nur noch ein einziger Wirtschaftsbetrieb ist. Das Europa, in dem zuerst die Polen und jetzt auch die Franzosen ziemlich rechte Parteien wählen. Das Europa, bei dem auch in Deutschland komische Parteien immer mächtiger werden und das Europa, bei dem in Dresden irgendwelche Nazis, die aber ja keine sind gegen Menschen demonstrieren, die einfach nur Hilfe brauchen.

Was ist da los? Ich verstehe es nicht mehr! Haben wir nicht eine Welt geschaffen, bei der wir direkt mit allen kommunizieren können? Wir haben das gesamte Wissen der Welt zu unseren Füßen liegen und können dieses Wissen nutzen. In früheren Zeiten war es schwer, an andere Quellen heran zu kommen, dort mussten wir im Grunde genommen glauben, was unsere Führer (bewusst gewählter Begriff) uns erzählt haben. Doch jetzt können wir CNN mit Al-Jazeera vergleichen. Wir können uns spanische Quellen zu Gemüte führen, ebenso wie Videos aus Ägypten. Wir können dank Twitter und Facebook den direkten Dialog mit den Menschen suchen, die angeblich ja unsere Feinde sein sollen. Das alles sollte doch für eine freiere, offenere Gesellschaft sprechen.

Das Gegenteil ist der Fall.

Wie oben schon geschrieben, hat eine AfD enormen Zulauf. Wir lachen über dickliche Nazis, die debil-grinsend 444 brüllen, aber haben gleichzeitig kein Problem damit, syrische Kinder in kalten Turnhallen unterzubringen. Aktuell sind viele von uns wahnsinnig stolz auf ihre Meinungsfreiheit und sagen offen: „Ich finde Ausländer scheiße“ und vergessen aber, dass ein Wahlsieg einer AfD dazu führt, dass man nicht mehr sagen kann: „Ich finde den Bundeskanzler doof“. Die Meinungsfreiheit kann nämlich ganz schnell verschwinden.

Bei Facebook haben alle möglichen Leute ihr Profilbild gegen eine französische Flagge ausgetauscht. Damals wie heute ist das ein falsches Signal. Der Angriff der ISIS/Daesh ging nicht gegen eine Nation, sondern gegen eine Einstellung. Die Miliz-Muslime haben nämlich kein Problem mit Frankreich, USA oder Deutschland. Denen geht unsere gesamte Grundeinstellung auf den Sack. Und dann ein „Land“ als Profilbild zu verwenden, ist sicherlich das falsche Signal. Denn dieses „Land“ ist nicht der Gegner. Falsch verstandener Nationalstolz führt auch wieder nur zu Hass, auch intern.

Die Rassisten werden überall immer stärker. Ich habe keine Angst vor ISIS. Ich habe Angst vor Menschen, die ich kenne. Menschen, die eigentlich umgänglich sind, aber gleichzeitig die wirren Thesen von AfD unterstützen.

Denn diese Menschen sind manchmal seltsam. Es fallen tatsächlich Argumente wie: „Die kommen dann alle hier her und schleppen ihre Familien an“ und ich denke mir: „Ja, das wäre auch das erste was ich machen würde“, aber wenn man das dann sagt, dann heißt es wieder nur, dass die doch in ihrem eigenen Land kämpfen sollen. Ich sage dann, dass das keine Soldaten sind, sondern Maler, Programmierer, Tischler und Ärzte. Die haben keine Ahnung, wie man eine Waffe abfeuert.

Nicht jeder, der wie ein Filmterrorist aussieht, ist auch einer.

Das geilste sind aber diejenigen, die einen Volksentscheid wollen. Die haben in meinen Augen den Schuss nun überhaupt nicht gehört. Eine direktere Demokratie als diejenige, die wir nun haben, hat die Machtergreifung durch die Nazis damals erst ermöglicht. Die Deutschen haben doch keine Ahnung darüber, was sie wählen sollen und für was die Parteien heute stehen. Das sieht man doch daran, dass sich wirklich jeder über SPD und CDU beschwert, aber keiner die Eier hat eine Partei zu wählen, die richtige, fundierte Positionen zu gewissen Themen platziert Ich meine nicht die Piraten oder die Grünen oder gar die Kellerdeutschen von der AfD. Ich meine durchaus auch etablierte Parteien wie zum Beispiel eine FDP. Denen traue ich zwar auch keinen Meter aber als Opposition sind die wichtig. Wenn die FDP dann noch aufhört, am Rockzipfel der CDU zu hängen, und endlich mal Profil zeigt, könnte das interessant werden.

Ich sage nicht, dass ich die ernsthaft wählen würde: Mein Herz gehört den Piraten und als Arbeiterkind mag ich irgendwo die SPD aber ich prüfe regelmäßig im Wahl-O-Mat, ob meine politische Einstellung sich noch mit dem deckt, was ich theoretisch wählen würde. Tatsächlich war noch nie die CDU oder die SPD in der engeren Auswahl. Es gab auch Zeiten, da hatten sich die Ziele der NPD in einigen Bereichen wirklich gut mit meinen Zielen gedeckt, insbesondere als Vater, aber andere Ziele wichen halt komplett von meinen Interessen ab.

Ich selbst halte Grenzen nämlich für ein Relikt. Wir leben alle in einer Welt und sollten als Menschheit zusammen halten. Wir sollten einander helfen und uns nicht gegenseitig ausnutzen. Wir sollten jedem gegenüber zuerst einmal freundlich sein.


09.12.2015 - 00:08
Politik

Ziemlich lahm - Day of the Tentacle remastered - der Trailer

Ich habe wirklich viel über DOTT-Remastered geschrieben. Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Spiel gefreut, denn Day of the Tentacle halte ich für eines der besten Spiele überhaupt. Tatsächlich will ich noch immer "Purple Tentacle" aus dem Oldenburger Computermuseum haben. Aber jetzt kam gestern abend der DOTT-Remastered-Trailer raus und ich finde den irgendwie lahm.

Miese Animationen (hallo, wir haben 2015?!) und wirklich "besser" ist die Grafik jetzt auch nicht...


06.12.2015 - 20:01
games

In Memoriam 2015

Demnächst ist ja wieder die Oscarverleihung und leider wird dort dann auch wieder ein Clip laufen, bei dem die verstorbenen Filmschaffenden des Jahres 2015 gezeigt werden. Leider fehlen bei solchen Veranstaltungen immer viele Leute. Daher mag ich die Filmrolle der IMDB lieber, die zeigt nämlich auch "unbekannte" Persönlichkeiten. Unbekannt deshalb, weil es Produzenten und/oder auch Synchronleute sind.


05.12.2015 - 15:59
videos

Big Blink

Wenn Matti und ich mal unterwegs sind. Dann sehen wir so etwas. Blinkende Weihnachtsbeleuchtung.


04.12.2015 - 12:58
Teh Interwebz

Wo mich Linux ankotzt - als Desktopsystem

Update: Bevor Mißverständnisse entstehen, ich sehe mich als fortgeschrittener Linuxuser. Ich habe zum Beispiel diesen Artikel verfasst, hier stelle ich jede Menge guter Linuxalternativen vor und nicht zuletzt habe ich auch Hilfestellungen für VST-Plugins unter Linux verfasst. Selbst, wie man ein kaputt-treiberinstalliertes-Linux wieder hinkriegt, steht hier. Ich habe auch Linux schon auf größeren Veranstaltungen vorgestellt.

Seit mehreren Jahren nutze ich nun Ubuntulinux höchst erfolgreich. In Summe macht das alles auch Spaß, auch wenn Linux kein Windows ist und mittlerweile auch WEIL Linux kein Windows ist. Meine Standardprogramme für Linux laufen perfekt, ich musste meine Browsergewohnheiten nicht verändern, meine Mails lese ich noch immer mit Thunderbird und mein Recher ist stabil wie nie zuvor. Aber einige Dinge unter Linux sind unfassbar bescheuert und auch nicht mehr normal wegzuargumentieren. Dabei ist das oft nicht einmal die Schuld von Linux selbst, sondern hier speziell jetzt die Schuld von Hardware-Herstellern.

Die Hardware-Hersteller haben zugegebenermaßen nämlich eher wenig Interesse daran, Linux sauber zu unterstützen. Der Markt für Linux als Desktop-System ist nämlich noch immer sehr überschaubar.

Desktop

Auch die Steam-Box von Valve wird da nicht viel dran ändern, der der Launch hat zu lange gedauert und die Hardware ist leider nur im Steamstore wirklich hübsch. In "echt" sind die Reviews eher durchwachsen und auch wenn wirklich alle Valve wegen der Steambox und der Intention dahinter loben, ist der Controller irgendwie "billig" verarbeitet und die Steambox selbst mit SteamOS noch nicht so zugänglich wie eine PS4 oder XB1. Und auch hier fehlt irgendwo das Gesamtkonzept.

Ich liebe Linux wirklich, es macht einfach wahnsinnig Spaß. Aber manche Sachen sind wirklich dämlich. Das beginnt bei der Usability. Linux wirklich zu administrieren benötigt trotz aller grafischen Tools noch immer einen guten Editor. Bei Debian-Derivaten schlägt nichts ein einfaches sudo apt-get install blablabla, auch gdebi oder synaptic leider nicht. Manches geht einfach viel, viel schneller. Von Windows sind wir gewohnt, einfach ne Setup auszuführen. In der Regel läuft das Programm dann auch. Versuche das mal unter Linux. Dort gibt es dann schon Schwierigkeiten bei der Wahl des richtigen "setups". Du hast RPM, DEB, tar.gz und so weiter. Bei .deb-Daten ziehen die Paketmanager die entsprechenden Abhängigkeiten, bei RPM klappt das auch meistens.

Trotzdem kommen immer wieder seltsame Meldungen bezüglich nicht erfüllter Abhängigkeiten. Bei Windows passiert das eher selten. Und NOCH EINMAL: Ich bin erfahrener Linuxer, selbst Linus Torvalds hat die komplizierten Installationsvorgänge kritisiert. Und ja, mir ist auch bewußt, dass die Paketauswahl-Tools Teil des Linux-Sicherheitskonzeptes sind.

Im Tonstudio leidet der User an mangelndem Interesse der Pluginhersteller. OS-X und Windows werden nun einmal besser unterstützt. Unverständlicherweise, denn Linuxer würden zum Beispiel für lauffähige VSTs mit einem tollen Installer Geld ausgeben. Linuxer haben insgesamt auch Interesse an guten Tools, Ardour ist zum Beispiel eine ausgewachsene DAW, die auch VST gut unterstützt. Die Konfiguration, insbesondere von "Realtime"-Zeugs ist aber unter Windows einfacher. ASIO4ALL installieren reicht im Normalfall aus. JACK ist ASIO zwar haushoch überlegen, aber eben auch wesentlich trickier zu nutzen.

Gamer haben unter Linux dank Steam einen wesentlich besseren Stand als früher. Auch hier geben die Leute tatsächlich gerne Geld aus, denn der Steaminstaller ist so ziemlich das beste, was man Linux antun konnte. Die Spiele laufen auch alle gut, die Spielehersteller sind nur extrem faul und versorgen die Gamer oft mit eON/Crossover/wine-Ports. Nativ wäre einfach geiler.

Ganz schlimm ist auch der Linuxer selbst: Viele Nerds, die ich getroffen habe, sind echt NERDS! So richtig fies. Die rennen barfuß auf Linuxveranstaltungen herum, tragen "SuSe"-T-Shirts und wenn ich Geschäftsführer wäre, könnte ich diese Jungs/Mädels nicht ernst nehmen. Das geekige Getue schadet Linux hier und unterstreicht die vorherrschende Meinung der Öffentlichkeit, dass Linux nichts für die ist.

Wenn man aber über ALL DAS hinweg sehen kann, hat man ein geiles Betriebssystem, von dem man nie wieder weg will. Du kannst in diesem Artikel übrigens nachlesen, ob Linux das richtige für dich ist.


30.11.2015 - 21:41
Ubuntu
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