© VOXGestern lief die neue Folge von Cover my Song auf Vox. Während ich voll des Lobes für den ersten Teil war ,weil ich die Idee einen Song aus einem Genre in ein komplett anderes Genre zu portieren, geil finde, muss ich jetzt leider offen zu Vox sagen: Leute, ihr verarscht eure Zuschauer!
Dieser Sinneswandel traf mich gestern beim gucken dieser Sendung. Ich hielt es letztens noch für Zufall, dass man nur die Hiphop-Version des Songs kaufen kann, mittlerweile bin ich mir sicher, dass Sonymusic nur irgendwelche Newcomer-Rapper vermarkten will und einfach nur einen extrem langen Werbespot produziert hat. Das liegt daran, dass tatsächlich wohl in dieser Staffel ausschließlich aus Schlager Hiphop gemacht wird und abenteuerliche Experimente wie Metal zu Volksmusik gar nicht versucht werden.
Die erste Sendung war super produziert, beide Künstler lieferten fantastische Interpretationen des jeweils anderen Songs ab aber dieses Mal hatte ich ernsthaft das Gefühl, dass Frau Ebstein einfach nur irgendwas zusammengesungen hat während der Rapper seinen Text über das originale Ebstein-Sample gerappt hat.
Was zusätzlich nervt ist die Tatsache, dass die Beats bisher grundsätzlich von den Beathovens gemacht wurden. Das sieht für mich einfach zu sehr nach "Plattenlabel vergibt Auftrag zum Kohlemachen" aus. Die Rechte für die jeweiligen Coversongs liegen vermutlich eh beim Label und so ist jeder angestellte oder angeworbene Produzent in der Lage, schnell mal wat einzusamplen und daraus dann den Knaller der Nation zu machen. Dass man den Song dann über Itunes/Musicload kaufen kann, beweist mir, dass es hier (mal wieder) nur um das schnelle Geld und viel weniger um den kreativen Prozess des musikproduzierens geht.
Sorry, Vox aber das geht gar nicht. Erweitert das Spektrum der zu verwendenen Genres, bietet BEIDE Versionen an und zeigt mehr über die eigentliche Produktion. Diese "Suche nach Ebstein" gestern war einfach nur ermüdend und laaaangweilig.