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Wir sind doofe Helikopter-Eltern und koennen nichts dagegen tun

Ich bin Vater. 3 Kinder. Meine drei Superhelden. Die sind zwar völlig irre, aber ich mag meine Kinder wirklich gerne. Und ich passe gerne und viel auf meine Kinder auf. Und das ist das Problem...

Ich schreibe heute über Helikoptereltern. Ich schreibe über die Rolle, in die wir gedrückt werden. Über die Zeit, als man als Kind noch Ziggis für die Eltern holen konnte und es niemanden interessiert hat, dass man als 5-jähriger alleine an der Straße im Graben gespielt hat. Ich schreibe heute über die fatale Sicherheit, die unsere Kinder in Zukunft vielleicht zu übervorsichtigen Weicheiern macht und ich schreibe über die Tatsache, dass wir das gar nicht verhindern können.

Ich bin 1978 geboren worden. Ich lebte also in der Zeit, als die Goonies sich auf ihre BMX-Räder schwangen, um alleine Höhlen zu erforschen und den Schatz vom einäugigen Willy zu suchen. In meiner Kindheit spielte ich auf dem Eisenbahngelände der Bahn und sprang, wie der junge Indiana Jones auf den Waggons herum und sprang von Waggon zu Waggon. Wir kokelten und spielten sogar in einem Maisfeld. Wir machten wortwörtliche Schlammschlachten und mein Vater musste mich mehr als einmal von einem Kletterbaum holen, weil ich zwar hinauf, aber nicht wieder hinunter klettern konnte.

Ich fuhr mit meinem Skateboard durch das Kreyencentrum (Einkaufsladen), ich aß immer wieder Esspapier, dass ich mir durch das Zusammenschieben von Einkaufswagen verdiente. Ich schwamm im Baggersee und sprang auch in die Weser. Ich bemalte meine Hände mit Edding, ich habe nachts im Schuppen übernachtet. Ich rauchte mit 12 und fand es scheisse. Ich habe mich oft geprügelt, danach waren wir gute Freunde, bis wir uns wieder prügelten. Ich ging morgens auf dem Haus, sagte mit 8 meinen Eltern, dass ich abends um halb sieben wieder da bin und das war gut so.

Das sind Dinge, die meine Kinder nicht dürfen. Meine Kinder dürfen nicht mal in unserer Spielstraße Fahrrad fahren, wenn ich nicht auch draußen bin. Meine Kinder haben noch nie verbotenerweise im Maisfeld gespielt, oder Schafe über den Deich gejagt. Für meine Kinder ist der Kletterbaum ein 2 m Winzling, der am Spielplatz wächst. Im Wald sind die Kids nur, wenn wir mit denen Geocaching machen.

Wie konnte ich zu so nem Übervater werden? Wieso habe ich Angst, die Kinder einfach unbeaufsichtigt auf ner Baustelle spielen zu lassen? Ich habe das alles doch auch gedurft, zumindest wurde es geduldet. "Mach das nicht, das ist nicht erlaubt", war die Drohung meiner Eltern, die ich natürlich ignoriert habe. Meine Eltern wußten bescheid, es war ihnen aber egal. Es ist ja nie etwas passiert.

Heute KÖNNTE aber etwas passieren, zumindest denkt der Weicheivater in mir das immer. Typen, die uns angesprochen haben, waren lustige Erwachsene. Typen, die meine Kinder ansprechen, lassen mich aufhorchen. Ein Mann, der am Spielplatz steht, war in meiner Kindheit einfach nur einer, der halt gerne am Spielplatz herumsteht. Heute denkt jeder gleich das schlimmste. Ich ja auch. Ich denke auch immer, meinen Kindern könnte etwas passieren.

Das ist total bescheuert, aber die anderen Eltern denken doch auch so oder? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass meine Kids die gleichen "Freiheiten" haben, wie ich. Ich will sie zu sehr absichern, damit nehme ich den Kindern eine Menge Freiheit, oder?

Wie seht ihr das? Sind wir eine Generation von Weichei-Eltern?


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Bringt diese doofe Blog-Geschichte eigentlich noch etwas

Trancefish.de ist bereits seit 2002 online. Damit ist die Seite älter als meine Kinder, älter als meine berufliche Karriere und immerhin fast 8 Jahre älter als zum Beispiel Microsoft Bing und nur 1 Jahr jünger als Windows XP. Damals habe ich hier schon auf PHP3 gesetzt, mittlerweile läuft trancefish.de unter PHP7 und wurde mit einem eigenen Framework umgesetzt. Noch ist das hier nicht so richtig MVC, eher VC - denn die Datenbankabfragen laufen aktuell leider noch über Controller und so richtig OOP ist das vom Code her auch noch nicht. Aber darum geht es gar nicht.

Losgelöst von der technischen Geschichte gibt es seit 2003 News und irgendwann hieß so etwas Blog. Ich dachte damals, dass Suchmaschinen nur kommen, weil man halt aktuell sein muss. Irgendwann hatte ich aber Spaß daran und bloggte nur noch aus Spaß. War super lustig und eigentlich ist es das noch immer. Doch ich habe Zweifel. Ich habe Zweifel, ob das Blog läuft und ich habe Zweifel, ob euch das alles interessiert. Heutzutage wird alles mögliche möglichst kurz zusammengefasst bei Facebook / Twitter gepostet und am nächsten Tag interessiert das keinen mehr. Klar - mein Blog ist kein journalistisches Angebot, auch wenn ich diverse Themen behandele, die durchaus relevant sind.

Doch das ist alles irgendwie sehr müßig. Die Besucherzahlen sind für'n Arsch. Es kommentiert keiner und mimimimimi. Ich gebe das hier nicht auf, dafür macht es mir zuviel Spaß, ABER es macht mir auch zuwenig Spaß, weil das Feedback gleich Null ist. Lohnt sich Bloggen noch oder sind meine Themen einfach scheisse?


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Hillary Clinton trifft auf Zach Galifianakis und es ist ein wahres Fest

Zach Galifianakis kennen die meisten von euch aus solchen Filmen wie Hangover oder Birdman. Er spielt meistens den leicht ekligen, leicht dussligen Typen. Er hat bei Funny Or Die aber auch eine eigene Webserie. In dieser Serie interviewt er Leute wie Brad Pitt, Barack Obama und nun eben auch die angehende Präsidentin der Vereinigten Staaten. Republikanertreue Sender wie Fox sagen, dass Clinton auseinander genommen wurde. Ich sehe das nicht so.

Wie findet Ihr das Video?


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Zombies vs Katzen - clevere Werbung

Das ist ab sofort meine Lieblingswerbung. Wilde Zombiehorden jagen Menschen und die machen dann etwas cooles. Gefunden bei LS


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Meine Bucketlist

Inspiriert vom Shadowelf und weil ich sowieso schon immer mal so etwas machen wollte, gibt es hier nun meine persönliche Bucketlist. Eine Bucketlist ist quasi eine Liste der Dinge, die man im Leben gemacht haben sollte und die für einen selbst ziemlich relevante Punkte enthält. 2008 hatte ich zum Beispiel viele andere Dinge auf meiner Bucketlist und das meiste davon hatte ich mittlerweile tatsächlich erledigt. Hier nun also die Liste der Punkte, die ich bis zum Tod auf jedenfall noch erledigen möchte.

Meine Liste ist jetzt nicht wahnsinnig lang. Das heißt aber ja vermutlich, dass ich in Summe wirklich zufrieden bin und nichts vermisse. Und das macht mich dann doch irgendwie froh.


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