Homepage von Marcel Schindler Blog -


7 Dinge die dir keiner ueber das Vatersein sagt

Als ich mein erstgeborenes Kind das erste Mal im Arm hielt, war das ein magischer Moment. Es war das allerbeste, was mir jemals passiert ist. Selbst wenn ich Shakespeare persönlich wäre, würde ich nicht die richtigen Worte für das überwältigende Gefühl finden, dass ich damals hatte. Es war eine gigantische Prise Stolz und viel Liebe dabei. Stolz, weil dieser Mensch nur wegen meiner Frau und mir existiert und Liebe, weil nichts hilfloser und süßer ist, als ein Baby. Im Lauf der Jahre entwickelt man sich als Vater weiter und lernt einige Dinge, die nicht in Erziehungsratgebern stehen. Man wird cooler und entspannter und mit jedem Kind wird man irgendwie abgestumpfter. Daher hier mal die Liste der 7 Dinge, die dir keiner über das Vatersein sagt.

  1. Du brauchst weniger Schlaf, als du jemals dachtest: Die Horrorstories kennt ihr aus eurer Noch-Nicht-Kinderhabenzeit. Babys heulen immer, schlafen gibt  es nicht mehr und das ist alles ganz gruselig und die Kids sind immer hungrig oder kacken sich voll oder weinen. Nichts davon ist wahr. Jedenfalls ist nichts davon so schlimm, wie man euch weismachen will. Natürlich weinen Babys nachts viel. Aber die weinen auch am Tag viel. Das liegt am Wachstum. Gerade im ersten Jahr wachsen die Zwerge unfassbar schnell. Das kostet viel Kraft und es tut vermutlich auch weh. Daher ist es völlig normal, dass die Zwerge mindestens alle zwei Stunden ordentlich mampfen müssen. Was reingeht, muss zum Teil auch wieder raus. Die Kids scheissen halt auch viel. Es ist aber nicht so, dass dieser Zustand ewig anhält. Nach einem Jahr kannst du damit durch sein. Wenn du dein Kind früh daran gewöhnst, alleine zu schlafen, geht das sogar ziemlich schnell.
  2. Fieber ist dein Freund. Mittlerweile weiß jeder, dass Fieber bei Kleinkindern höher sein darf, als bei Erwachsenen. Die Kinder bekommen ständig Fieber. Insbesondere beim Zahnen schießen die Temperaturen nach oben und bei jeder kleineren Erkältung kommt das Fieber auch. Du kannst das Immunsystem deiner Kinder stärken, indem du NICHT in einer Sagrotan-Höhle wohnst. Dreck ist gut, Dreck härtet ab. Das ständige Desinfizieren von Wohnungen sorgt für den Effekt, dass deine Kinder überhaupt nie mit VIren und Bakterien in Verbindung treten. Woher soll das Immunsystem wissen, dass es gegen bestimmte Erreger kämpfen kann? Fieber ist ein Indikator dafür, dass der Kindskörper einen Kampf durchführt. Wenn das Fieber allerdings hoch bleibt und das Kinder irgendwie apathisch wirkt, kann und MUSS dir ein Arzt helfen. In Deutschland kostet ein Arztbesuch dich nichts, daher kannst du bei Unsicherheit immer nachfragen.
  3. Kindergeburtstage... Je mehr, desto besser. Wir haben vor ein paar Tagen einen Kindergeburtstag mit fast 20 Kindern gewuppt. Um uns wuselten diverse Kinder im Alter von 3 Jahren herum. Sowohl die anderen Eltern, als auch diverse Freunde bei Facebook schrieben, dass das doch bestimmt total anstrengend war. Nein. War es überhaupt nicht. Die Kinder spielen nämlich miteinander. Man muss zwischendurch intervenieren, damit die sich gegenseitig nicht kaputt hauen, aber ansonsten war der Tag nahezu entspannend.
  4. Werde Wahlleiter. Irgendwann kommt die Zeit der Elternabende. Das beginnt in der Kita und hört in der Realschule auf. Überall wird irgendwann nach Freiwilligen für Elternvertreter oder ähnlich spannende Jobs gefragt. Wenn du keinen Bock drauf hast, melde dich sofort freiwillig als Wahlleiter. Deine Verantwortung ist dann lediglich, die Wahl selbst zu leiten. Du fragst, ob die Wahl geheim oder offen ist. Du schreibst die Namen der Kandidaten auf und das beste ist: Du kannst nicht gewählt werden.
  5. Lerne schnell, was du nicht brauchst. Kannst du dich noch an Spielzeug XYZ erinnern? Nein? Ich auch nicht. Aber ich erinnere mich noch immer an mein Lego. Es ist nicht umsonst so, dass Legosteine oder Duplo seit Generationen in jedem Kinderzimmer zu finden sind. Das Zeug ist einfach zu bedienen, es geht nicht kaputt und man kann alles mögliche bauen. Ferngesteuerte Autos sind so lange interessant, bis die Batterie leer ist. Es wird NIE eine neue Batterie gekauft. Das gilt auch für Lerncomputer, Fotoapparate, sprechende Puppen und den ganzen anderen Quatsch. Wenn es Batterien braucht, ist es irgendwann unwichtig. Das gilt auch für Flaschenwärmer. Braucht kein Mensch. Babyfone? Lass doch einfach die Tür auf. Babyfon sind spannend, wenn du auf der Terasse sitzt, dein Kind aber im Haus ist.
  6. Langeweile ist erlaubt. Ich bin absolut kein Spielpapa. Ich kann mich nicht stundenlang mit den Kindern hinsetzen und irgendwas spielen. Das habe ich noch nie getan. Ich schaue zu, wenn meine Kinder spielen. Bis ich mich langweile. Die Kinder spielen dann alleine weiter. Bis sie sich auch langweilen. Kinder dürfen sich genau so langweilen, wie Erwachsene auch. Ich weiß ja nicht, ob Ihr Eltern oder Holiday-Club-Motivatoren sein wollt. Ich langweile mich lieber mit meinen Kindern zusammen. Das nennt sich dann Gammeltag. Wenn die Energie dann wieder da ist, machen wir irgendwas zusammen.
  7. Du bist nicht der Freund, du bist der Papa. Ich sehe das manchmal. Der Papa behandelt seine Kids wie ein großer Freund. Das ist grundsätzlich süß und macht auch Spaß, aber dein Job ist die Erziehung deiner Kinder. Ich ecke damit sicherlich an, aber ich lasse meine Kinder durch Worte wissen, dass ich der Chef bin und die nicht. Spiele spielen ist okay, aber wenn es an das Aufräumen geht, bin ich unnachgiebig. Da helfe ich auch nur, indem ich sage: "Da liegt noch was". Oder wenn es mir zu verrückt wird, kann die Ansage auch mal direkter und lauter werden. Da muss eine klare Linie gezogen werden. Als Vater kannst du eine Menge Spaß haben, aber du bist dafür verantwortlich, dass die Kinder Grenzen kennen und der Job ist es, diese Grenzen absolut klar zu definieren.

Welche Dinge findest Du noch relevant? (Scheisse, dieses Elternthema macht echt Spaß ;) )


Filed in: Eltern,
PDF

Wir sind doofe Helikopter-Eltern und koennen nichts dagegen tun

Ich bin Vater. 3 Kinder. Meine drei Superhelden. Die sind zwar völlig irre, aber ich mag meine Kinder wirklich gerne. Und ich passe gerne und viel auf meine Kinder auf. Und das ist das Problem...

Ich schreibe heute über Helikoptereltern. Ich schreibe über die Rolle, in die wir gedrückt werden. Über die Zeit, als man als Kind noch Ziggis für die Eltern holen konnte und es niemanden interessiert hat, dass man als 5-jähriger alleine an der Straße im Graben gespielt hat. Ich schreibe heute über die fatale Sicherheit, die unsere Kinder in Zukunft vielleicht zu übervorsichtigen Weicheiern macht und ich schreibe über die Tatsache, dass wir das gar nicht verhindern können.

Ich bin 1978 geboren worden. Ich lebte also in der Zeit, als die Goonies sich auf ihre BMX-Räder schwangen, um alleine Höhlen zu erforschen und den Schatz vom einäugigen Willy zu suchen. In meiner Kindheit spielte ich auf dem Eisenbahngelände der Bahn und sprang, wie der junge Indiana Jones auf den Waggons herum und sprang von Waggon zu Waggon. Wir kokelten und spielten sogar in einem Maisfeld. Wir machten wortwörtliche Schlammschlachten und mein Vater musste mich mehr als einmal von einem Kletterbaum holen, weil ich zwar hinauf, aber nicht wieder hinunter klettern konnte.

Ich fuhr mit meinem Skateboard durch das Kreyencentrum (Einkaufsladen), ich aß immer wieder Esspapier, dass ich mir durch das Zusammenschieben von Einkaufswagen verdiente. Ich schwamm im Baggersee und sprang auch in die Weser. Ich bemalte meine Hände mit Edding, ich habe nachts im Schuppen übernachtet. Ich rauchte mit 12 und fand es scheisse. Ich habe mich oft geprügelt, danach waren wir gute Freunde, bis wir uns wieder prügelten. Ich ging morgens auf dem Haus, sagte mit 8 meinen Eltern, dass ich abends um halb sieben wieder da bin und das war gut so.

Das sind Dinge, die meine Kinder nicht dürfen. Meine Kinder dürfen nicht mal in unserer Spielstraße Fahrrad fahren, wenn ich nicht auch draußen bin. Meine Kinder haben noch nie verbotenerweise im Maisfeld gespielt, oder Schafe über den Deich gejagt. Für meine Kinder ist der Kletterbaum ein 2 m Winzling, der am Spielplatz wächst. Im Wald sind die Kids nur, wenn wir mit denen Geocaching machen.

Wie konnte ich zu so nem Übervater werden? Wieso habe ich Angst, die Kinder einfach unbeaufsichtigt auf ner Baustelle spielen zu lassen? Ich habe das alles doch auch gedurft, zumindest wurde es geduldet. "Mach das nicht, das ist nicht erlaubt", war die Drohung meiner Eltern, die ich natürlich ignoriert habe. Meine Eltern wußten bescheid, es war ihnen aber egal. Es ist ja nie etwas passiert.

Heute KÖNNTE aber etwas passieren, zumindest denkt der Weicheivater in mir das immer. Typen, die uns angesprochen haben, waren lustige Erwachsene. Typen, die meine Kinder ansprechen, lassen mich aufhorchen. Ein Mann, der am Spielplatz steht, war in meiner Kindheit einfach nur einer, der halt gerne am Spielplatz herumsteht. Heute denkt jeder gleich das schlimmste. Ich ja auch. Ich denke auch immer, meinen Kindern könnte etwas passieren.

Das ist total bescheuert, aber die anderen Eltern denken doch auch so oder? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass meine Kids die gleichen "Freiheiten" haben, wie ich. Ich will sie zu sehr absichern, damit nehme ich den Kindern eine Menge Freiheit, oder?

Wie seht ihr das? Sind wir eine Generation von Weichei-Eltern?


Filed in: Eltern,
PDF

Bringt diese doofe Blog-Geschichte eigentlich noch etwas

Trancefish.de ist bereits seit 2002 online. Damit ist die Seite älter als meine Kinder, älter als meine berufliche Karriere und immerhin fast 8 Jahre älter als zum Beispiel Microsoft Bing und nur 1 Jahr jünger als Windows XP. Damals habe ich hier schon auf PHP3 gesetzt, mittlerweile läuft trancefish.de unter PHP7 und wurde mit einem eigenen Framework umgesetzt. Noch ist das hier nicht so richtig MVC, eher VC - denn die Datenbankabfragen laufen aktuell leider noch über Controller und so richtig OOP ist das vom Code her auch noch nicht. Aber darum geht es gar nicht.

Losgelöst von der technischen Geschichte gibt es seit 2003 News und irgendwann hieß so etwas Blog. Ich dachte damals, dass Suchmaschinen nur kommen, weil man halt aktuell sein muss. Irgendwann hatte ich aber Spaß daran und bloggte nur noch aus Spaß. War super lustig und eigentlich ist es das noch immer. Doch ich habe Zweifel. Ich habe Zweifel, ob das Blog läuft und ich habe Zweifel, ob euch das alles interessiert. Heutzutage wird alles mögliche möglichst kurz zusammengefasst bei Facebook / Twitter gepostet und am nächsten Tag interessiert das keinen mehr. Klar - mein Blog ist kein journalistisches Angebot, auch wenn ich diverse Themen behandele, die durchaus relevant sind.

Doch das ist alles irgendwie sehr müßig. Die Besucherzahlen sind für'n Arsch. Es kommentiert keiner und mimimimimi. Ich gebe das hier nicht auf, dafür macht es mir zuviel Spaß, ABER es macht mir auch zuwenig Spaß, weil das Feedback gleich Null ist. Lohnt sich Bloggen noch oder sind meine Themen einfach scheisse?


Filed in: trancefish,
PDF

Hillary Clinton trifft auf Zach Galifianakis und es ist ein wahres Fest

Zach Galifianakis kennen die meisten von euch aus solchen Filmen wie Hangover oder Birdman. Er spielt meistens den leicht ekligen, leicht dussligen Typen. Er hat bei Funny Or Die aber auch eine eigene Webserie. In dieser Serie interviewt er Leute wie Brad Pitt, Barack Obama und nun eben auch die angehende Präsidentin der Vereinigten Staaten. Republikanertreue Sender wie Fox sagen, dass Clinton auseinander genommen wurde. Ich sehe das nicht so.

Wie findet Ihr das Video?


Filed in: videos,
PDF

Zombies vs Katzen - clevere Werbung

Das ist ab sofort meine Lieblingswerbung. Wilde Zombiehorden jagen Menschen und die machen dann etwas cooles. Gefunden bei LS


Filed in: werbung,
PDF
1   2   3   4   5   6   7   8   9   10   11   12   13   14   15   16   17   18   19   20   21   22   23   24   25   26   27   28   29   30   31   32   33   34   35   36   37   38   39   40   41   42   43   44   45   46   47   48   49   50   51   52   53   54   55   56   57   58   59   60   61   62   63   64   65   66   67   68   69   70   71   72   73   74   75   76   77   78   79   80   81   82   83   84   85   86   87   88   89   90   91   92   93   94   95   96   97   98   99   100   101   102   103   104   105   106   107   108   109   110   111   112   113   114   115   116   117   118   119   120   121   122   123   124   125   126   127   128   129   130   131   132   133   134   135   136   137   138   139   140   141  

Teile diesen Artikel, wenn er dir gefallen hat

Facebook Twitter Google+ LinkedIn