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Stranger Things

Nachdem René und Sascha im Wowcast der Serie Stranger Things nahezu jegliche Originalität absprachen und es sogar mit Platt-Humor von Mario Barth verglichen, musste ich diese Serie nun auch endlich mal komplett binge-watchen. Ich stimme den beiden zumindest ein wenig zu. Stranger Things bedient sich nicht nur bei E.T., den Goonies, Alien und der unheimlichen Begegnung der dritten Art – nein – Stranger Things kopiert die besten Szenen dieser 80er-Filme extrem schamlos. Das Wowcast-Team findet diesen unreflektierten Diebstahl billig, aber für mich ist genau das einfach der Grund, Stranger Things zu lieben. Und ja, ich neige zur Polemik. Denn eigentlich finden René und Sascha den Kram ja gut.

Handlung

Mike, Dustin, Will und Lucas sind begeisterte Dungeons and Dragons-Spieler. So haben Sie sich auch dieses mal wieder getroffen, um gegen den Demogorgon anzutreten. Das Problem ist nur: morgen ist Schule und Mikes Mutter sagt: "Geht nach Hause". Die Jungs schwingen sich auf das Fahrrad und trennen sich nach und nach auf dem Nachhauseweg. Derjenige, der noch durch ein kleines Waldstück muss, ist Will. Alleine ist auch ein kleines Waldstück ziemlich gruselig und die Tatsache, dass Will auf einmal ein gruseliges Geräusch hört, beruhigt ihn nicht so wirklich. Will steigt vom Fahrrad ab und rennt panisch nach Hause, wo sein Bruder und seine Mutter nicht sind. Er hat nämlich irgend etwas monstermäßiges gesehen. Allein steht der der unbekannten Gefahr gegenüber, man hört ihn schreien und plötzlich ist er weg.

Die Ausgangssituation für die Serie ist geschaffen: Will ist spurlos verschwunden. Allerdings glaubt Will's Mutter (Winona Ryder) nicht, dass er abgehauen ist. Mysteriöse Geräusche im Telefon und fiese Überspannungen im ganzen Haus sowie auch Klopfen in den Wänden, scheinen die Mutter zu bestätigen: Will ist in Gefahr und irgendwie in der Nähe. Es wird dennoch eine Leiche gefunden, die Will ziemlich ähnlich sieht, aber der Sheriff und auch Will's Mom haben Zweifel an der Echtheit des Toten.

Meine Meinung

Die Referenzen zu meinen Lieblingsfilmen sind unübersehbar. Ich habe die Figur von Dustin gesehen und musste sofort an Chunk aus den Goonies denken. Mike erinnert am meisten an Gordie Lachance aus Stand-By-Me. Kameraeinstellungen und sogar die Beleuchtung wurden ganz klar aus den Referenzen übernommen, nur dass der Flur bei Alien blau beleuchtet ist und bei Stranger Things halt grün. Es gibt die große, beliebte Schwester und natürlich gibt es die bösen Bullies, die sich immer wieder mit den Nerds anlegen müssen. Und auch hier scheuen die bösen Kinder nicht davor zurück, die guten mit dem Messer ernsthaft zu bedrohen.

Der Wowcast wirft den Machern direkt vor, dass das nicht originell ist. Hat es alles schon gegeben und man hätte das ja mit etwas eigenen würzen können.

Ich sehe das ganz anders. Ich bin froh, dass Stranger Things die Serie geworden ist, die meine Nase direkt in den 80er-Hundehaufen drückt und mir direkt sagt: "Das kennst du aus E.T.". Genau so ist es nämlich. Ich schaue die Serie und dieses wohlige Gefühl aus meiner Kindheit breitet sich bei mir aus. Damals gab es keine Gefahren für uns. Es gab nur die doofen Schlägertypen und wenn man richtig auf Ärger aus war, musste man sich mit nem Außerirdischen oder eben mit der Regierung anlegen. In den 80er Jahren war es völlig normal, dass unsere Eltern geraucht haben. Scheiße, die älteren Kinder haben auch alle gequalmt. Wir waren stolz auf unsere BMX-Räder und diese Dinger brachten uns überhaupt überall hin. Querfeldein war kein Thema und wenn wir uns verabreden wollten, nahmen wir das olle CB-Funkgerät. Das hätte man anders verpacken können aber Stranger Things ging direkt bei mir ins Unterbewußtsein. Ich habe nie die Leiche eines Jungen gesucht, wie das bei Stand By Me war. Ich habe auch nie die Art Freunde gehabt, mit denen man quasi fast zusammen gewohnt hat (Goonies - Mikeys Haus). Ich bin aber mit meinen Freunden durch die Gegend gelaufen. Wir haben uns in den Arsch getreten, so wie Geordie und seine Kumpels.

Fazit

Stranger Things zeigt uns nichts Neues. Alle Referenzen haben wir Kinder der 80er schon gesehen und auch die Geschichte ist in ähnlicher Form schon erzählt worden. Aber die Geschichte wird halt anders erzählt. Wenn Du ein Faible für die alten Spielberg-Klassiker hast, ist Stranger Things die Serie für dich.

Stranger Things kannst Du dir bei Netflix ansehen


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About

Ich habe - so glaube ich - noch nie ein wirkliches "Willkommensposting" hier gemacht. Das muss ich unbedingt nachholen und das tu ich jetzt auch. Hallo und willkommen in meinem Blog namens Trancefish.de. Mein Name ist Marcel Schindler und mir gehört das alles hier.

Was ist Trancefish.de überhaupt? Angefangen hat diese Seite, wie so viele, als hemmungslose Selbstbeweihräucherung und mangels Alternativen als Download-Seite für meine Musik. Online ist das hier nämlich schon seit vielen, vielen Jahren und 2001 gab es einfach noch kein Soundcloud und auch kein Hearthis.at. Also musste ich meine Musik selbst hosten und mir selbst eine einfache Website zusammen basteln. Daraus entstand dann Trancefish.de und auch die Blogsoftware, die ihr hier seht. Trancefish.de ist meine Spielwiese, mein persönlicher Abladeplatz für seltsame Netzfundstücke. Trancefish.de ist auch mein Rednerpult, um mich über Mißstände in der Gesellschaft auszukotzen und nicht zuletzt ist Trancefish.de mein kleines Filmportal. Unabhängig von all diesen tollen Inhalten ist Trancefish.de aber tatsächlich ein Livetest meiner selbst geschriebenen Blogsoftware.

Ich schreibe also in erster Linie für mich selbst. Dabei kommt in der Regel relativ nerdlastiger Kram raus. Manchmal küsst mich aber auch die Muse und ich habe ein Posting wie mein Klarstellungs-Gemecker über Pegida-Zeugs. Manchmal fühle ich mich aber auch so, als müßte ich die Leute aufklären, will ich aber ja gar nicht. Manchmal will ich euch auch einfach nur Kurzfilme zeigen. Fakten: 553 Blogpostings seit dem ersten größeren Relaunch. Davor waren es auch bereits 1500 Postings, also ist das hier irgendwo so der 2000 Blogpost. Jede Menge irrer Kategorien, jede Menge lustiges, jede Menge Spaß.

Früher mehr als DJ-Blog ausgelegt, ist das hier jetzt ein Sammelsurium verschiedener Ideen und Gedanken. Ich geben hier Karrieretipps, ich schaue mich in der Welt um und ich hoffe, irgend etwas davon bleibt bei euch hängen.

Über mich selbst: Baujahr 1978, Vater, früher mal DJ, leidenschaftlicher Musiker, Coder, Blogger, sehr mitteilungsbedürftig. Humorvoll. Verheiratet, Geocacher aber miserabler Geocache-Logger.

Der Icke
Das bin ich


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Wenn Affen ein Beatbox-Battle machen

Beatboxende Chimpansen sind Kernbestandteil dieses Videos. Dabei wird es natürlich immer lauter und krasser.

Erstellt wurde das Video von den Squeezestudios.


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Skysharks mit Oliver Kalkofe - Ralf Richter - Michaela Schaffrath

Okay, diesen Trailer lasse ich auch einfach mal so stehen.

Skysharks wurde über eine Kickstarterkampagne finanziert.

Sorry, das wird definitiv kein cineastisches Highlight, ich will diesen Film trotzdem sehen. Einen anderen Skysharks-Trailer hatte ich vor Jahren auch mal auf der Website.


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AfD Wahlplakat - Werbung koennen die ja

Bin gerade an einem AfD-Wahlplakat vorbei gefahren. Dort stand irgendwie so etwas wie "Die Familie muss gestärkt werden" und "unsere Werte, unser Land"

Dabei wird einem ja grundsätzlich schon warm ums Herz. Familien müssen natürlich gestärkt werden und "unsere Werte" klingt grundsätzlich ja auch erst mal ganz nett.

ABER: Was sind unsere Werte? Wenn es nach der AfD gehen würde, dann gehört die bedingungslose Akzeptanz homosexueller Paare und Familien nicht dazu. Und wenn es nach der AfD geht, muss man die eigene Kultur "verteidigen".

Aber das sind nicht meine Werte. Mir ist völlig egal, wer mit wem eine Familie gründet, so lange beide erwachsen sind und das im gegenseitigen Einverständnis geschieht. Und für mich ist "Kultur" ein Prozess, der sich ständig verändert. Vor 30 Jahren wußte keiner in Deutschland, wie lecker ein Döner ist. Oder ne Pizza. Mittlerweile ist es "deutsche Kultur", Sushi zu essen. Oder HipHop aus Amerika zu übernehmen. Unsere Kultur hat sich verändert, ist gewachsen.

Die Familie muss gestärkt werden. Dumme, sinnfreie Phrasen dreschen die anderen Parteien auch. Denn wie stärkt man eine Familie? Durch Gesetze, die es berufstätigen Paaren erlauben, auch mal zuhause zu bleiben, wenn das Kind krank ist? Wer zahl es, wenn ein Selbstständiger, Alleinerziehender sich kümmern muss, weil der Kindergarten oder die Schule in den Sommerferien nahezu endlos lange zu hat?

Eins muss man der AfD lassen: Man denkt über deren Slogans nach. Und wenn ich nicht hinterfragen würde, fänd ich diese Slogans auch total gut. Aber ihr müsst immer nachdenken. :)


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