Die Kreatur

Die Kreatur

Auf der Suche nach Content habe ich bei Twitter die Aktion #4WorteFuersBlog gestartet. Dort kann jetzt jeder Twitterer mir vier Worte vorgeben und meine Aufgabe ist es, dazu einen Blogeintrag zu schreiben. Mir selbst bringt die Aktion nur, dass ich kreativ schreiben muss und vier eventuell völlig bescheuerte Worte in eine gute Bloggeschichte verpacken muss. Ob es mir gelungen ist, weiß man erst hinterher.

Die #4wortefuersBlog stammen von @_100100_ und lauten Bücher Pferd Nudelsuppe Hundehalsband

#4wortefuersBlog

Steve, Frank, Harry und Marc kannten sich schon aus der Highschool. Steve war der Bücherwurm, Frank und Marc bauten eigentlich immer nur Mist und Harry war der nachdenkliche Typ des Quartetts. In der Schule waren es Steve und Harry, die Frank und Marc mit den Hausaufgaben halfen und während der Pausen prügelten sich Marc und Frank mit allen, die es auf die beiden anderen abgesehen hatten.

Eines Tages beschlossen sie, ihren Eltern zu erzählen, dass jeder bei dem jeweils anderem übernachten würde, denn sie wollten im Wald zelten gehen. Tatsächlich glaubten die Eltern die Übernachtungsgeschichte, also trafen sich die vier vor Millers Car-Dump. Von dort aus wollten sie die 6 Meilen Richtung Danville zu Fuß gehen, und dann in dem Waldstück namens Crayson-Oaks übernachten. 

"Hat irgendwer von euch Pfeifen Verpflegung dabei?" wollte Marc wissen. "Klar, Fettsack! Ich hab hier 5 Tüten Nudelsuppe aus Lloyds Laden geklaut!" antwortete Frank. "Nudelsuppe in Tüten? Alter! Bist du völlig bescheuert? Wie sollen wir die denn fertig machen? Wir werden elendig verhungern!". Man muss dazu sagen, dass Marc wirklich übergewichtig war. Die Eltern waren damals bei einem Autounfall gestorben, als sie einem Pferd auf der Straße auswichen und seitdem wohnte Marc bei seiner Oma. Und Omas sagen ja leider immer, dass man ja viel zu wenig essen würde. 

Steve und Harry blickten sich wissend an. "Ich hab ein paar Bifi dabei", sagte Harry und reichte eine direkt an Marc, dessen Laune sich sofort besserte. 

Sie machten viele Kilometer. Am Horizont war das kleine Dörfchen Danville bereits zu erkennen, sie mussten also nur kurz vorher links am Bach entlang laufen,  bis sie tief in Crayson-Oaks ankamen. Dort begannen Sie an den Arbeiten an ihrem Zelt und scherzten noch darüber, dass es angeblich in diesem Wald Werwölfe gibt. 

"So ein Quatsch", entgegnete Steve. "Das sind Viecher aus der Fantasie von irgendwelchen Schamanen! Im Gegensatz zum Vampirismus oder auch zu Zombies gibt es überhaupt keine Ansätze, die die Theorien von Menschen, die sich bei Vollmond in Hunde verwandeln, untermauern würden. In dem Buch...." "Ja, ist ja gut, Professor" unterbrach Marc. Das Zelt war so langsam auch fertig aufgebaut, wobei eigentlich nur Harry die Anleitung gelesen und die meisten Arbeiten durchgeführt hatte.

Der Lagerplatz war wirklich gut gewählt. Der Bach sprudelte fröhlich am Zelt vorbei und tatsächlich hatte einer der Jungs sogar einen kleinen Campingkocher eingepackt, dass die Tütensuppe doch nicht so sinnlos war. Sie holten ein wenig klares Wasser aus dem Flüsschen und kochten dieses Wasser mit der Suppe auf. Zusammen mit den Bifis und einem selbst gefangenen Fisch ergab das sogar irgendwie ein reichhaltiges Mal.

Dort saßen sie nun, hatten noch ein Feuer angemacht und diskutierten über das, was Jungen halt so besprechen. Sie sprachen über die Abschlußprüfungen und darüber, dass Steven vermutlich Professor wird, während Frank vermutlich mit 21 bereits das dritte Mal lebenslänglich erhalten würde. Sie sprachen über die Möpse von Peggy Ringwald wobei Harry Marc immer damit aufzog, dass er ja selbst schon Männertitten habe. 

Sie hatten keine Ahnung, dass sie beobachten wurden.

In den Büschen hockte eine Kreatur mit einem grauen Fell. Diese Figur hatte auch ein paar leuchtend gelbe Augen und blickte voller Argwohn in Richtung der Jungs am Feuer. Sie schlich langsam um das Lager herum, stets drauf achtend, nicht im Licht der Flammen zu erscheinen. Die Kreatur hatte die Witterung aufgenommen. Fleisch. 

Schnuppernd reckte das Tier die Nüstern in die Luft. Es schloss immer engere Kreise um die Gruppe der Jungs. Steve entdeckte die Gefahr als erstes. "Was bist du denn für einer?" fragte er. Steve ging auf das Tier zu: "Ah, kein Hundehalsband. Bist wohl ein Streuner."

Und so bekam Steve seinen Hund.


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