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7 Dinge die dir keiner ueber das Vatersein sagt

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7 Dinge die dir keiner ueber das Vatersein sagt

Als ich mein erstgeborenes Kind das erste Mal im Arm hielt, war das ein magischer Moment. Es war das allerbeste, was mir jemals passiert ist. Selbst wenn ich Shakespeare persönlich wäre, würde ich nicht die richtigen Worte für das überwältigende Gefühl finden, dass ich damals hatte. Es war eine gigantische Prise Stolz und viel Liebe dabei. Stolz, weil dieser Mensch nur wegen meiner Frau und mir existiert und Liebe, weil nichts hilfloser und süßer ist, als ein Baby. Im Lauf der Jahre entwickelt man sich als Vater weiter und lernt einige Dinge, die nicht in Erziehungsratgebern stehen. Man wird cooler und entspannter und mit jedem Kind wird man irgendwie abgestumpfter. Daher hier mal die Liste der 7 Dinge, die dir keiner über das Vatersein sagt.

  1. Du brauchst weniger Schlaf, als du jemals dachtest: Die Horrorstories kennt ihr aus eurer Noch-Nicht-Kinderhabenzeit. Babys heulen immer, schlafen gibt  es nicht mehr und das ist alles ganz gruselig und die Kids sind immer hungrig oder kacken sich voll oder weinen. Nichts davon ist wahr. Jedenfalls ist nichts davon so schlimm, wie man euch weismachen will. Natürlich weinen Babys nachts viel. Aber die weinen auch am Tag viel. Das liegt am Wachstum. Gerade im ersten Jahr wachsen die Zwerge unfassbar schnell. Das kostet viel Kraft und es tut vermutlich auch weh. Daher ist es völlig normal, dass die Zwerge mindestens alle zwei Stunden ordentlich mampfen müssen. Was reingeht, muss zum Teil auch wieder raus. Die Kids scheissen halt auch viel. Es ist aber nicht so, dass dieser Zustand ewig anhält. Nach einem Jahr kannst du damit durch sein. Wenn du dein Kind früh daran gewöhnst, alleine zu schlafen, geht das sogar ziemlich schnell.
  2. Fieber ist dein Freund. Mittlerweile weiß jeder, dass Fieber bei Kleinkindern höher sein darf, als bei Erwachsenen. Die Kinder bekommen ständig Fieber. Insbesondere beim Zahnen schießen die Temperaturen nach oben und bei jeder kleineren Erkältung kommt das Fieber auch. Du kannst das Immunsystem deiner Kinder stärken, indem du NICHT in einer Sagrotan-Höhle wohnst. Dreck ist gut, Dreck härtet ab. Das ständige Desinfizieren von Wohnungen sorgt für den Effekt, dass deine Kinder überhaupt nie mit VIren und Bakterien in Verbindung treten. Woher soll das Immunsystem wissen, dass es gegen bestimmte Erreger kämpfen kann? Fieber ist ein Indikator dafür, dass der Kindskörper einen Kampf durchführt. Wenn das Fieber allerdings hoch bleibt und das Kinder irgendwie apathisch wirkt, kann und MUSS dir ein Arzt helfen. In Deutschland kostet ein Arztbesuch dich nichts, daher kannst du bei Unsicherheit immer nachfragen.
  3. Kindergeburtstage... Je mehr, desto besser. Wir haben vor ein paar Tagen einen Kindergeburtstag mit fast 20 Kindern gewuppt. Um uns wuselten diverse Kinder im Alter von 3 Jahren herum. Sowohl die anderen Eltern, als auch diverse Freunde bei Facebook schrieben, dass das doch bestimmt total anstrengend war. Nein. War es überhaupt nicht. Die Kinder spielen nämlich miteinander. Man muss zwischendurch intervenieren, damit die sich gegenseitig nicht kaputt hauen, aber ansonsten war der Tag nahezu entspannend.
  4. Werde Wahlleiter. Irgendwann kommt die Zeit der Elternabende. Das beginnt in der Kita und hört in der Realschule auf. Überall wird irgendwann nach Freiwilligen für Elternvertreter oder ähnlich spannende Jobs gefragt. Wenn du keinen Bock drauf hast, melde dich sofort freiwillig als Wahlleiter. Deine Verantwortung ist dann lediglich, die Wahl selbst zu leiten. Du fragst, ob die Wahl geheim oder offen ist. Du schreibst die Namen der Kandidaten auf und das beste ist: Du kannst nicht gewählt werden.
  5. Lerne schnell, was du nicht brauchst. Kannst du dich noch an Spielzeug XYZ erinnern? Nein? Ich auch nicht. Aber ich erinnere mich noch immer an mein Lego. Es ist nicht umsonst so, dass Legosteine oder Duplo seit Generationen in jedem Kinderzimmer zu finden sind. Das Zeug ist einfach zu bedienen, es geht nicht kaputt und man kann alles mögliche bauen. Ferngesteuerte Autos sind so lange interessant, bis die Batterie leer ist. Es wird NIE eine neue Batterie gekauft. Das gilt auch für Lerncomputer, Fotoapparate, sprechende Puppen und den ganzen anderen Quatsch. Wenn es Batterien braucht, ist es irgendwann unwichtig. Das gilt auch für Flaschenwärmer. Braucht kein Mensch. Babyfone? Lass doch einfach die Tür auf. Babyfon sind spannend, wenn du auf der Terasse sitzt, dein Kind aber im Haus ist.
  6. Langeweile ist erlaubt. Ich bin absolut kein Spielpapa. Ich kann mich nicht stundenlang mit den Kindern hinsetzen und irgendwas spielen. Das habe ich noch nie getan. Ich schaue zu, wenn meine Kinder spielen. Bis ich mich langweile. Die Kinder spielen dann alleine weiter. Bis sie sich auch langweilen. Kinder dürfen sich genau so langweilen, wie Erwachsene auch. Ich weiß ja nicht, ob Ihr Eltern oder Holiday-Club-Motivatoren sein wollt. Ich langweile mich lieber mit meinen Kindern zusammen. Das nennt sich dann Gammeltag. Wenn die Energie dann wieder da ist, machen wir irgendwas zusammen.
  7. Du bist nicht der Freund, du bist der Papa. Ich sehe das manchmal. Der Papa behandelt seine Kids wie ein großer Freund. Das ist grundsätzlich süß und macht auch Spaß, aber dein Job ist die Erziehung deiner Kinder. Ich ecke damit sicherlich an, aber ich lasse meine Kinder durch Worte wissen, dass ich der Chef bin und die nicht. Spiele spielen ist okay, aber wenn es an das Aufräumen geht, bin ich unnachgiebig. Da helfe ich auch nur, indem ich sage: "Da liegt noch was". Oder wenn es mir zu verrückt wird, kann die Ansage auch mal direkter und lauter werden. Da muss eine klare Linie gezogen werden. Als Vater kannst du eine Menge Spaß haben, aber du bist dafür verantwortlich, dass die Kinder Grenzen kennen und der Job ist es, diese Grenzen absolut klar zu definieren.

Welche Dinge findest Du noch relevant? (Scheisse, dieses Elternthema macht echt Spaß ;) )


Filed in: Eltern,
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Like 2finden das gut
Leider hat hier noch keiner seinen Senf zum Thema abgegeben. Sei du doch der erste. Oder die erste. Oder das letzte.

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