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Wieso nehme ich nicht ab

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Wieso nehme ich nicht ab

Wichtiger Hinweis: Ich bin weder Arzt, noch Fitnesstrainer, noch Ernährungsberater. Alles, was hier steht, sind eigene Erfahrungswerte und bei mir hat das zumindest zum Teil funktioniert. Bei allen Ernährungsumstellungen sollte man zumindest einmal mit dem Arzt seines Vertrauens Rücksprache halten.

Es gibt gerade in Europa und Amerika kaum ein wichtigeres Thema als Diäten und abnehmen. Alle fragen sich: "Wie werde ich schlank?", "Wieso nehme ich nicht mehr ab?", "Wieso nehme ich nicht ab?", "Dieser Jojo-Effekt hat mich wieder dick werden lassen" und nicht zuletzt: "Ich will abnehmen". Wie man abnimmt, kann ich dir nicht sagen. Denn daran arbeite ich selbst und auch bei mir klappt das nicht so richtig aber ich kann dir sagen, wie du dein Gewicht halten kannst und vielleicht(!) sogar senken kannst.

Zuerst mal: Mache dich frei von dem Gedanken, dass Du nur deshalb dick bist, weil all deine Vorfahren auch dick waren. Das ist zumindest teilweise Quatsch, denn dein Ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-Opa hatte ein Fell, einen massiven Überbiß, Schneidezähne und lebte in einer Höhle. Das Fell bist Du im Normalfall fast los und wenn Du zwischendurch mal aufräumst, wohnst Du im Regelfall auch nicht mehr in einer Höhe. Genetische Ursachen für Fettleibigkeit sind grundsätzlich aber nicht von der Hand zu weisen. Allerdings reicht das nicht als Entschuldigung. Du könntest höchstens behaupten, dass Du richtiges Essen nie gelernt hast.

Unsplash by Sonja Langford

Wieso nehme ich nicht ab? Ich habe mir diese Frage selbst diverse Male gestellt und jedesmal, wenn ich mir selbst eine Frage stelle, dann wird daraus ein Blogpost. So auch in diesem Fall. Ich gehe dann in mich und überlege, was ich mache oder nicht mache, damit mein Zustand so ist, wie er ist. Und wenn ICH irgendwas falsch mache, macht vielleicht ja auch irgendwo in der Welt jemand dieselben Fehler und man kann voneinander lernen. So auch hier. Also nochmal die Frage: Wieso nehme ich nicht ab?

Ein ziemlich bescheuerter Zeitpunkt, mit einer Diät (das Wort muss gerade kurz sein, aber Diäten sind Blödsinn) anzufangen, ist es, mit dem Rauchen aufzuhören. Tatsächlich macht rauchen schlank. Denn wenn man Kettenraucher ist, wird lieber eine gequalmt anstatt gegegessen. Und wenn man aufhört, wird anstelle der Zigarette mehr gegessen. Insofern stimmt es, dass Ex-Raucher fast immer dick werden. Das habe ich für mich allerdings "so" nie gehabt. Da ich "stumpf" nicht mehr rauche und dafür aber mehr Fahrrad fahre, hat sich mein Gewicht nicht verändert.

Was sich aber verändert hat, ist die Fitness im allgemeinen: Ich bin durch das Radfahren ausgeglichener und habe einfach mehr Kondition. Das Fett ist zu großen Teilen noch immer da, viel wichtiger ist jedoch, dass Fett durch Muskelmasse ausgetauscht wurde. Das sorgte am Anfang dafür, dass ich sogar NOCH schwerer wurde. Denn 1 Kubikzentimeter Muskeln wiegt einfach mehr als 1 Kubikzentimenter Fett. Da das Fett aber nicht so schnell abgebaut wird, wie die Muskeln sich gerade am Anfang "regenerieren", nimmt man tatsächlich sogar zu.

Wenn man - wie ich - über viele, viele Jahre als einzige Bewegung den Gang zum Klo oder zum Kühlschrank hatte, dann sind die Muskeln für den Körper irgendwie überflüssig. Es werden nicht "weniger" Muskeln aber das Zeug ist halt relativ sinnlos. Wenn man NUN mit dem Radfahren oder generell so'n bisschen Sport anfängt, bauen sich die Muskeln ein wenig auf. Nicht viel aber es reicht, dass man ein wenig dazu kriegt. Viel wichtiger ist aber, dass man bei Sport automatisch mehr Hunger kriegt. Es ist, wie es ist: Man isst mehr und Du kannst nichts dagegen tun. Im Eintrag "Reich und glücklich werden" gibt es einen wichtigen Hinweis: Lebe intensiver und bereite dein Essen selbst zu. Das ist wichtig, denn bei selbst zubereitetem Essen verzichtest Du automatisch auf Konservierungsstoffe und vor allem auf Zucker. In Fertiggerichten ist überall Zucker, ganz viel. Ganz, ganz viel.

Training ist wichtig. Aber Du solltest das Training nicht überbewerten: Denn tatsächlich bin ich der Meinung, dass man das passive aus dem Leben verdrängen muss. Sei lieber aktiv und nimm am Leben teil: Spazieren, geocachen, Frischluft. Soviel Zeit wie möglich draussen verbringen. Sei aktiv und unternehme soviel wie möglich.

Du darfst das nicht vor dir her schieben, denn du musst immer damit rechnen, dass Du das morgen nicht mehr kannst. Training ist so ein abgeschmackter Begriff für "Bodybuilding" oder gar Leistungssport im allgemeinen. Das ist genau das, wo keiner Lust zu hat. Du musst dich bewegen, klar aber du musst keinem Trainingsplan folgen. Mache einfach mehr, als bisher.

Wenn Du allerdings wirklich schnell abnehmen willst, kannst Du dich quälen. Beachte dabei aber, dass du hier den miesen, fiesen, ekligen Jojo-Effekt provozieren könntest. Fick den Jojo-Effekt, indem du dir erlaubst, richtig viel zu fressen. Allerdings suche dir da maximal 2 Tage für aus. Besser einen. Nicht mehr. Diesen wunderbaren Tipp habe ich von Timothy Ferriss. Und jetzt die optimale Ernährung, um sehr schnell, sehr viel abzunehmen: Bohnen! Bohnen! Bohnen! Und Linsen!

Eine Portion Bohnen deckt bereits 20% des Tagesbedarfs an Ballaststoffen. Bohnen senken auch das Krebsrisiko. Darmkrebs, Prostatakrebs, Brustkrebs und so ziemlich jeden anderen Krebs kann man mit Bohnenverzehr einschränken. Das steht zum Beispiel hier. Auch ist es so, dass Bohnen einen niedrigen glykämischen Wert aufweisen. Die Bauchspeicheldrüse wird geschont, das Bohnen oder Hülsenfrüchte allgemein einen langsamen Anstieg des Blutzuckers bewirken. Außerdem enthalten Bohnen unfassbar viel Eiweiß. Eiweiß ist direkt wichtig für die Muskelbildung.

Wenn Du keine Bohnen magst, dann probiere doch Linsen, auf die treffen die meisten positiven Eigenschaften von Bohnen auch direkt zu.

Aktuell sind sogenannte Low-Carb-Diäten überall angesagt: Ich finde diese Diäten auch gut aber ich liebe Kartoffeln einfach zu sehr und ich mag Brot. Aber sowohl Kartoffeln als auch Brot haben viele Kohlenhydrate und laut LowCarb ist das böse. Man kann anstelle Kartoffelpüree Blumenkohl pürieren, das soll angeblich genau so schmecken aber das glaube ich nicht so wirklich. Reis mag ich auch aber auch Reis ist wohl nicht sooo optimal. Also nimmt man zum Beispiel Quinoa. Das Zeug ist total irre: Hat auch sehr viel Eiweiß und ist glutenfrei. Die Blätter der Pflanze lassen sich zu Salat verarbeiten. Dann ist Quinoa auch noch sehr genügsam, was den Boden betrifft. Brot backen und sogar glutenfreies Bier brauen geht damit. Wunderbar! (Auch ziemlich gut: Süddeutsche Zeitung zum Thema)

Haferflocken sind gesund, aber man muss verhältnismässig viele Haferflocken essen, um wirklich satt zu werden. Besser ist zum Beispiel Chia. Diese Samenfrüchte haben in etwa dieselbe Konsistenz, gehen aber durch Wasser mehr auf und füllen, sättigen einfach viel schneller. Außerdem sind das wahre Nährstoffbomben: Unfassbar viel Omega-3-Säuren, viel Calcium und sehr viele Antioxidantien. Das in Verbindung mit den Bohnen pumpt alles Gift raus.

Trinken darf man natürlich auch: Wasser. 3 Liter am Tag sollten es schon sein. Gerne auch mal einen Tee. Hier aber eben nicht die gute alte Ceylon-Mische (Schwarztee) sondern lieber grüner Tee. Säfte sind komplett tabu, denn Saft ist einfach nicht gesund. So'n Saft hat fast genau so viel Zucker wie Cola. Das steht zum Beispiel auch hier. Ich würde persönlich sogar soweit gehen und behaupten, dass Säfte noch viel schlimmer sind. Die Hersteller ballern so unfassbar viel Vitamin C da rein, dass man mit einer Flasche den dreihundertfachen Vitamin C-Bedarf deckt. Die Überdosierung von Ascorbinsäure ist nicht wirklich dramatisch, das meiste wird direkt über die Nieren ausgeschieden, aber muss das sein? Ich glaub nicht.

Wieder mal verweise ich auf "früher". Da gab es nur Wasser und die Menschheit hat bis heute überlebt. Also sauft Wasser, bis ihr nicht mehr könnt. Zuviel Wasser kann man nicht trinken. Also man "kann schon", denn tatsächlich kann zuviel Wasser dazu führen, dass das Gehirn anschwillt (tödlich) oder der Natriumgehalt im Blut sinkt. Aber dafür muss man schon sehr viel Wasser trinken. 7 Liter oder so. Jetzt muss man halt überlegen, wieviel man trinken möchte. Wenn Du Durst hast, dann trinke Wasser. Wenn du Bock auf nen Snack hast, dann trinke Wasser!


Filed in: Fight the Fat,
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Leider hat hier noch keiner seinen Senf zum Thema abgegeben. Sei du doch der erste. Oder die erste. Oder das letzte.

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