Die Frage muss nicht lauten was du willst sondern was du bereit bist zu opfern

Lifestyleratgeber sind super. Sie geben dir immer wieder Tipps, reich wie Zuckerberg oder cool wie Branson zu werden. Sie stellen dir Todo-Listen vor. Sie sagen dir, wie du über „Getting Things Done“ deinen Arbeitsablauf planst und wie du irgendwann auch so berühmt wirst, wie Avicii oder Jack Nicholson. Doch wenn das wirklich alles funktionieren würde, was diese Leute so schreiben, warum sind diese Leute dann nicht selbst berühmt?

Das ist doch das, was diese ganzen Prominenten, die man eventuell beneidet, den ganzen Tag machen: Sie leben in ihren Villen, sehen saugut aus und sinken geradezu vor Erfolg. Sie hängen mit Models rum, sie fahren auf ihren Yachten, sie werden interviewt, ihr Leben wirkt interessant auf andere Menschen. Viele wollen so sein, wie die Reichen und Schönen.

Es ist nur so: Nur weil man das will, heißt es noch lange nicht, dass es passiert. Der Weg dahin ist schwierig, anstrengend und man macht sich definitiv nicht beliebt. Jeder, der „The Social Network“ oder auch einen der vielen Steve-Jobs-Filme gesehen hat, merkt ziemlich schnell, dass die Anführer von Facebook oder Apple menschlich ziemliche Arschlöcher sind. Steve Jobs hat regelmässig Leute gefeuert, die dann von unteren Abteilungsleitern wieder eingestellt wurden und Zuckerberg hat auf dem Weg nach oben rücksichtslos Datenmissbrauch begangen, seine Freunde beschissen und auch jetzt würde ich diesen Typen nicht als Heiligen betrachten. Wer damals mit MS-DOS aufgewachsen ist, hatte die Pflicht, Bill Gates und seine Heuschreckenplage namens Microsoft Scheisse zu finden. Alles, was gut war, hat Microsoft damals aufgekauft und als beschissene, unfertige Kopie veröffentlicht. Bill Gates ist zu seinen schlimmsten Zeiten IBM auf die Füsse getreten, hat nen Deal rausgehandelt, damit Mac OS und Word zusammen funktionieren und nicht zuletzt weiß heute jeder, dass diese Firmen jedes winzige Steuerloch ausnutzen.

Also, wer wirklich reich werden will, darf kein Humanist sein. Das halten wir mal fest.

Gut, versuchen wir doch mal, bei den Reichen zu gucken, die nicht als Chefs reich geworden sind. Nehmen wir doch mal jemanden wie zum Beispiel Beyonce oder ihren Mann Jay-Z: Bist du bereit, dich vegan zu ernähren, täglich mehrere Stunden im Fitness-Studio hartes Training zu machen, danach ins Studio zu fahren, um Songs aufzunehmen, anschließend im TV Promotion machen und abends ein Konzert zu geben?

Berühmt sein, ist harte - sehr harte Arbeit. Patrick Stewart (Captain Picard, Doktor X) hat mit fast 80 Jahren ein Sixpack. Er macht mindestens 30 Pushups am Tag, geht lange mit dem Hund spazieren und ist auch sonst sportlich. Neben den Dreharbeiten, die durchaus 16 Stunden am Tag dauern können, macht er auch Promotiontermine, jetted um die Welt, ist immer dabei, schlagfertig zu sein, beantwortet brav das tausendste Mal die Frage, ob er wieder den Picard spielt und hat nebenbei noch Zeit, mit Ian McKellen Blödsinn zu machen. Falls du mal Zeit hast, schaue dir die Dokumentation von und über Avicii an. Der Typ hat es definitiv übertrieben, aber so funktioniert dieses „berühmt sein“ nun einmal.

Typen, wie Skateboard-Legende Tony Hawk haben einfach mehr gemacht, als Du im Skatepark. Ein Tony Hawk wurde nicht einfach so entdeckt. Mit 12 hat er ein Skateboard gekriegt. Er galt in seiner Kindheit als hyperaktiv, man kann also davon ausgehen, dass er jede freie Sekunde auf dem Board verbracht hat. Um seinen besten Trick, den 900°-Flip zu machen, hat er ungefähr 10 Jahre lang jeden Tag trainiert. Dabei gab es jede Menge gebrochener Rippen, ausgeschlagener Zähne und vieles mehr. Willst Du das opfern?

Ich denke, dass keiner „einfach so“ berühmt wird oder „reich“ oder auch nur „schön“. Der Weg dahin ist mit vielen Opfern verbunden, die man bringen muss. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich könnte. Könntest du?

 

Bild von fxxu auf Pixabay

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