Zwei Jahre ohne Windows

Zwei Jahre ohne Windows
Gnome3

Es sind nun fast 2 Jahre vergangen, seit ich meinen Laptop von Windows 7 auf Linux umgestellt habe. Seit ca. 1 Jahr läuft mein Netbook nun auch unter Linux. Auf meinem primären Laptop nutze ich Ubuntu 14.04 und das Netbook hat ein Debian 8 Jessie verpasst gekriegt. Der Artikel hier ist übrigens nach einem Compile-Marathon geschrieben worden (LinuxSampler), daher so viele Rechtschreibfehler.

Ich kann nicht behaupten, dass ich Windows wirklich vermisse. Ich bin damals in mich gegangen und habe mir überlegt, was ich eigentlich mit meinem PC alles mache. Das meiste davon ist Internet surfen und Filme gucken. Ab und zu wird auch mal etwas gespielt, aber das war es meistens auch schon. Musik mache ich noch. Manchmal. Dann habe ich geprüft, welche Programme ich für diese Dinge benutze. Zum Surfen nutze ich Firefox, alternativ auch mal Chrome. Videos schaue ich mit VLC und Musikhören mit irgendwelchen Playern.

Tatsächlich habe ich kaum Programme im Einsatz, die es nur für Windows gibt. Aber ich muss hier fair sein und relativieren. Es gibt schon das ein oder andere Programm, dass ich nur unter Windows zufriedenstellend nutzen kann. Renoise - mein Musikprogramm - selbst läuft perfekt unter Linux Es gibt auch viele gute Tricks, um sogenannte VST-Plugins (auch die von Windows) zum Laufen zu bringen, aber hier ist der Schritt zu Linux tatsächlich einiges an Frickelei und lenkt einen vom eigentlichen Musik machen ab. (Hab viel von Laufen in diesem Artikel, fällt mir gerade auf)

VST Linux

Coding und Webdesign mache ich mit PHP. Als Editor benutze ich Netbeans. Netbeans ist ein Javaprogramm und läuft daher sowieso überall, wo Java läuft. PHP und Apache läuft unter Linux noch eleganter als unter Windows, denn die Tools kommen ja eh aus der Linuxwelt.

Als Officelösung nutze ich LibreOffice. Und das auch vorher schon, da ich Microsoft Office nie gut fand (bis auf Word 6, das liebte ich). Mittlerweile bin ich auch wieder unter die Gamer gegangen: Dank Steam kaufe ich wieder Spiele. Dabei insbesondere Platformer wie „Battleblock Theater“ oder „BroForce“, aber auch 3D-Shooter wie Half Life 2 und Serious Sam. Die Games laufen anstandslos unter Linux. Ich muss nicht einmal proprietäre Grafikkartentreiber.

Windows 8 führte die Metrooberfläche ein. Ich bin ganz ehrlich: Das schönste an Windows 7 war der Aero-Style. Die Oberfläche damals war für mich der Grund, von XP überhaupt erst upzudaten. Windows 8 oder jetzt dieses elende Windows 10 finde ich dermaßen unübersichtlich und hässlich, dass ich mich echt frage, welche Drogen die bei Microsoft eigentlich konsumieren.

Ich selbst nutze als Desktop Gnome3. Bei Linux hast Du nämlich die freie Wahl. Du kannst KDE nehmen, was einem Windows ziemlich ähnlich sieht. Oder XFCE, was höllisch schnell ist. Gnome3 ist für mich das schönste und schnellste. Stabil, man verschwendet keinen Platz für doofe Menüs und man kann das komplett mit der Tastatur bedienen. (Nimm das Microsoft!) Ubuntu Linux läuft, weil ich unfassbar faul bin. Ubuntu-Linux hat nämlich den Vorteil, dass es einfach läuft. Die Installation kannst Du mehr oder weniger unbeaufsichtigt laufen lassen. Die Treiber sind relativ aktuell und auch die Programme in der Distribution liegen in aktuellen Versionen vor. Linux arbeitet hier nämlich - anders als Windows - mit einem zentralen Software-Installer. Dies ist am besten vergleichbar mit Itunes oder den Android Store. Es gibt eine Zentrale, bei der du fast jedes Programm direkt herunter laden kannst. Dies stellt sicher, dass du auf jeden Fall Software installierst, die von den Linuxfricklern geprüft würde. Du lädst also deine Programme nicht von irgendwelchen Websites herunter, bei denen dir evtl. sogar noch Browsertoolbars unter geschoben werden.

Ich könnte mittlerweile auch Arch-Linux benutzen. Arch hat eine treue Fangemeinde und Arch arbeitet nach dem Prinzip, dass man nur installiert, was man wirklich braucht. Das macht Arch extrem schnell aber die Installation ist ein wenig schwerer als bei Debian oder Ubuntu. Wie gesagt: Ich bin zwar sehr gut am PC, aber ich will hier in erster Linie als Anwender arbeiten und eben nicht groß herum konfigurieren müssen. Hauptsache funktioniert.


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Kommentare


Ich hab mir letztes Jahr beim Notebook Kauf auch die Frage gestellt ob es denn unbedingt wieder Windows sein muss. Da es nur ein mobiler Begleiter sein soll, sollte es auch nicht viel kosten. So viel letztendlich die Wahl auf ein Chromebook. Und ich bin voll zufrieden.
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