Rise of the Tomb Raider auf Linux

Rise of the Tomb Raider auf Linux

Die Geschichte der Croft

Lara Croft begleitet die Gamer schon seit 20 Jahren. Damals erschien das Spiel noch für MS-DOS. Lara war ein Überraschungshit. Eine sehr animierte Frau mit großen Brüsten (damals waren Spieler halt nur kleine, geile Jungs) rennt durch vergleichsweise hübsche Landschaften, kämpft gegen Tiere und Menschen und löst nebenbei im „Indiana Jones“-Stil ein paar Rätsel und verfallenen Tempeln.

An der Spielidee hat sich über die Jahre bis heute nichts geändert. Lediglich das Entwicklerteam wurde regelmässig ausgetauscht, denn je nach Sequel wurde das Spiel zwar oft größer, allerdings blieb die Grafik damals langweilig oder aber die Rätsel boten nichts neues. Daher bekommt Lara Croft immer mal wieder ein „Facelifting“, zuletzt in „Tomb Raider 2013“, davor in „Tomb Raider Legend“, nachdem „Tomb Raider - Angel of Darkness“ als Flop bezeichnet werden konnte.

Tomb Raider 2013

Das 2013 für Konsole und 2016 für Linux entwickelte „Tomb Raider 2013“ war nach langer Zeit wieder ein Meilenstein in der Serie.Tomb Raider wurde düsterer und die üblichen Rätsel wurden durch Reaktionsspiele ausgetauscht, durch Cutscenes, in denen man schnell reagieren musste. Tatsächlich ist der letzte „Tomb Raider“ Teil auch heute noch eines der schönsten Linux-Spiele. Die Foundation-Engine erlaubt detaillierte Charakteranimationen, Motion-Capturing und natürlich die Darstellung komplexer Landschaften inklusive Pflanzen und Tieren.

TressFX nannte man 2013 die von AMD bereitgestellte Technik, bei der man erstmals Haare realistisch in Spielen darstellen konnte. Hier sieht man als Linuxer übrigens die erfolgreiche Portierung einer DirectX-Technik auf Linuxsysteme. Jede einzelne Haarsträhne von Lara Croft wehte im Wind, falls Lara tauchen war, klebten die Haare am Kopf fest. Das sah damals gut aus und das sieht auch heute noch gut aus. Mittlerweile ist diese Technik auch Opensource und in „Rise of the Tomb Raider“ kommt mittlerweile Version 3.0 zum Einsatz.

Tomb Raider, Gruft mit toten. Lara in der Mitte
Lara Croft. Gruft mit toten Menschen. Lara steht in der Mitte. © Square Enix

Rise of the Tomb Raider

Das neuste Abenteuer um Lara Croft wird noch diesen Frühling von Feral Interactive für Mac und Linux herausgebracht. Ich habe einige Spiele von Feral Interactive unter Linux gespielt und was man den Jungs und Mädchen aus UK nicht vorwerfen kann, ist schlampige Arbeit. Tomb Raider 2013 und auch DiRT läuft fantastisch unter Arch und Ubuntu und die Frameraten bleiben die ganze Zeit konstant. Abstürze habe ich tatsächlich nur am Anfang auf meinem Arch-System gehabt, die sich aber nicht direkt auf das Spiel, sondern auf die Nvidia-Treiber zurück verfolgen ließen. Das neueste Abenteuer von Mrs. Croft zeichnet sich nicht unbedingt durch eine tolle Story aus, gelobt wird in erster Linie die Grafik. In „Rise of the Tomb Raider“ kann man allerdings viel mehr die Landschaft erkundigen, von einem Openworld-Spiel ist Rise allerdings noch meilenweit entfernt. Es gibt hier geheime Gräber, die es zu erforschen gilt. PCGames kritisiert hier hauptsächlich, dass es einfach zu wenig coole Gräber sind. Die Kämpfe in Rise sind allerdings nun besser ausbalanciert und nicht mehr so nervtötend, wie im Vorgänger. Auch die Reaktionsspiele sind nicht mehr ganz so frustrierend, ich sag nur „Wolfszene in Höhle“.

Triple A Gaming mit Linux und Meinung

Tatsächlich gibt es im Steam-Store dank Firmen wie Feral mittlerweile einige AAA-Titel. Als Linux-User müsste man normalerweise an etwas niedrigere Frameraten gewöhnt sein, doch mittlerweile spielen die Hardware-Hersteller endlich auch mal mit und liefern zuverlässige Treiber für Grafikkarten aus. Die meisten Gamepads werden anstandslos unter Linux supported und wenn man sich sein System auf Spiele optimiert, lassen sich auch auf schwächeren Systemen gute Spiele spielen. Die Hardware-Umfragen bei Steam sind ja leider freiwillig, daher kann man nicht genau sagen, ob es nun mehr Linux-Gamer werden, oder nicht. Ich denke aber, dass der Linux-Game-Markt für Spielehersteller sehr interessant sein könnte, denn Linuxer sind dankbare Softwarekäufer und vor allem wollen Linuxer mit ihren PCs auch mehr machen, als immer nur Entwicklung ­čĄú­čĄú

Sobald das Spiel herauskommt, werde ich es mir kaufen und ein Review bringen. Denke ich.

Leider hat hier noch keiner seinen Senf zum Thema abgegeben. Sei du doch der erste. Oder die erste. Oder das letzte.

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