Die 25 kg Challenge 💪

Ich bin übergewichtig

Ich habe seit Juli 2017 einen Dienstwagen. Seit dieser Zeit fahre ich nicht mehr mit dem Fahrrad, da die Strecke zu meinem neuen Arbeitgeber ungefähr 60 km beträgt, über Land sogar noch wesentlich mehr. Der Wagen ist wichtig. Seit Juli 2017 habe ich nun ungefähr 15 kg zugenommen, obwohl ich vorher stolz von 105 kg auf 90 kg - zwischendurch sogar auf 85 kg runter war. Und jetzt wiege ich wieder 105 kg und will auf 80 kg zurück. Das entspricht 25 kg und ich werden das entsprechend blogmässig dokumentieren.

Bisherige Bemühungen abzunehmen

Das Ziel soll durch ein paar besondere Maßnahmen erreicht werden. Dazu muss ich erst einmal analysieren, was ich den Tag über zu mir nehme. Ich habe die App MyFitnessPal ausprobiert. Außerdem habe ich meinen Körperfettanteil mit einer Caliperzange gemessen und die Fortschritte protokolliert. Natürlich habe ich auch eine Waage verwendet, um meinen Gewichtsverlust zu sehen. Ich habe sogar Sport mit diesem Bauchtrainer gemacht. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass das alles nicht gebracht hätte.

Doch ich bin, wie so viele andere auch, an dem Konzept gescheitert. Das liegt in erster Linie an fehlender Disziplin. Die Kalorienzählerapps sind sicherlich eine gute Sache, doch wer trägt die gegessenen Sachen denn wirklich alle ein? Wer hat jedesmal Zeit, diverse Körperregionen mit der Zange auszumessen und wer will sich jeden Abend auf dieses Gerät legen? Hat doch keiner Zeit oder Lust zu. Vor allem will ich doch soviel Zeit wie möglich mit meiner Frau, meinen Kindern und meinem Hund verbringen? Das Fitnessstudio fällt aus diesem Grund komplett aus. (Hinweis: Die Links da oben sind Werbelinks. Wenn ihr über diese Links bei Amazon was kauft, kriege ich von Amazon eine Gutschrift. Für euch ändert sich nichts.)

Wie nimmt man 25 kg ab - der Schlachtplan

Ich weiß, wie man abnimmt. Ich habe das selbst ausprobiert, doch leider habe ich zu disziplinlos gehandelt. Das Zählen von Kalorien ist unfassbar nervig, die bisher ausgewählten Sporteinheiten sind zu zeitintensiv.

Ich brauche einen anderen Plan. Ich muss überlegen, wo die Kilos herkommen und wie ich dafür sorgen kann, dass sie nicht weiter meinen Körper verwüsten können. Es wird Zeit für eine Bestandsaufnahme. Was esse und trinke ich so am Tag und worauf kann ich komplett verzichten? Was brauche ich nicht zum Leben?

Zucker - Süßigkeiten sind keine gute Belohnung

Abbildung von Gummibärchen

Meine Arbeitskolleg*innen sind total liebe Menschen, es gibt immer Kekse und Kuchen. Es gibt auch Gummibärchen oder mal ein Brötchen. Tatsächlich habe ich mich bisher gerne an dem Kram bedient. Es wäre unhöflich, nein zu sagen und genau das ist aber eines der Kernprobleme: Ich darf den Mist nicht essen. Ich darf keine Kekse essen, ich will auch keine Gummibärchen essen. Das Zeug macht mich nicht satt. Die Schokolade im Kuchen sorgt zwar für ein wenig Glückseligkeit, denn Schokolade enthält Serotonin, aber das allein ist sinnlos. Zucker steigert zumindest kurzfristig die Hirnaktivität. Doch Zucker ist ganz klar etwas böses. Zucker geht direkt ins Blut und angeblich fühlt man sich mit Zucker wacher und denkt schneller. Studien mit Ratten beweisen, dass das Gehirn von zuviel Zucker tatsächlich eher verblödet. Im Extremfall verloren die Biester sogar ihren Orientierungssinn.

Zucker sieht nicht nur aus wie Kokain, es wirkt auch so

Wenn man seine Ernährung radikal umstellt, fällt der Zucker und damit auch die Schokolade weg. Schlechte Laune ist vorprogrammiert. Schlechte Laune führt dazu, dass man die Süßigkeiten unbedingt wieder haben will. Süßigkeiten sind wie Kokain, wie Opium, wie die Zigarette danach.

Zucker - Obst ist ungesund, außer es ist gerade Saison

Abbildung von Äpfeln

In Obst sind auch jede Menge Fruchtzucker drin. Soweit ich das verstanden habe, sind diese Zucker nicht „besser“ als der industriell hergestellte Zucker, denn letzten Endes ist die chemische Zusammensetzung dieses Stoffes identisch. Fruchtzucker und Zucker sind im Kern simple Kohlenhydratverbindungen und damit fast dasselbe. Fruktose steht auch im Verdacht, Leberverfettung zu begünstigen.

Dennoch stimmt der Spruch „an apple a day keeps the doctor away“ im Kern irgendwie schon. Doch man muss hier absolut realistisch sein: Wir leben in Zeiten, in denen wir das gesamte Jahr über Äpfel, Himbeeren, Orangen und auch Bananen essen können. Abgesehen von der Tatsache, dass vieles davon in unserer Region gar nicht erst wächst, kann man Äpfel in der Regel nur im Herbst essen, zur Erntezeit.

Wie vermeide ich die Diätjammerei?

Jedesmal, wenn Leute damit anfangen, eine Diät zu machen oder ihre Ernährung umzustellen, scheitern sie daran, dass sie sich nicht mehr glücklich fühlen. Schokolade enthält viel Serotonin und Zucker. Serotonin ist ein Glückshormon und wurde sogar in der Depressionstherapie eingesetzt (Prozac), Zucker funktioniert wie ein Katalysator. Das Serotonin wird über den Zucker direkt in das Gehirn gepumpt. Das Hirn fühlt sich ja wacher an, Schokolade macht tatsächlich und wirklich glücklich. Daher funktioniert Schokolade schon seit unserer Kindheit gegen das Aua, wenn man mal wieder vom Fahrrad gefallen ist oder als Belohnung, wenn man eine schwere Aufgabe gemeistert hat. Menschen, die ihre Ernährung umstellen, fangen an, schlecht gelaunt zu sein. Wenn dann auch noch ein minimaler Schicksalsschlag eintrifft, war es das mit der Diät für die meisten auch schon wieder und sie fangen wieder mit der Schokolade an.

Also benötigt man etwas, um der „Depression“ entgegen zu steuern. Dem Körper muss vorgespielt werden, dass er glücklich ist. Das erreicht man mithilfe von mindestens 2 Dingen und mir tut es schon fast leid, da ich selbst auch nicht so wirklich Interesse an diesen 2 Dingen habe.

Ernährungsumstellung und Sport

Argh! Meine Hasswörter. Vor allem Sport ist doch echt zum Kotzen, weil man doch nie Zeit für den Mist hat und bei der Ernährungsumstellung wird es ja richtig widerlich. Aber leider sind genau diesen beiden ekligen Kotztypen das einzige, was etwas bringt. Bei der Ernährungsumstellung erspare ich euch nun das Gefasel über Lowcarb oder Gluten. Ich erspare euch auch einen Vortrag darüber, ob Milchprodukte nun gut sind oder giftig. Aus meiner Sicht ist das alles Quatsch und ich kann das auch begründen.

Stärke und was ist jetzt mit LowCarb?

Lowcarb ist aktuell das Megading und ich stimme zu, dass es die schnellste Methode ist, gesund abzunehmen. Ein regelmäßiger Cheat-Day sorgt dafür, dass man zumindest zwischendurch mal wieder leckere Sachen essen darf. LowCarb setzt voraus, dass du auf stärkehaltige Nahrungsmittel wie Kartoffeln oder auch Pasta verzichtest. Theoretisch ist das auch sehr schlau, Stärke ist Zucker. Doch der Körper hat einigermaßen Arbeit damit, diese Stärke in Zucker umzuwandeln.

Ich vertrete die These, dass ein kompletter Verzicht auf Kohlehydrate wohl ähnlich krass ist, wie brutales Kalorienzählen. Das Gehirn selbst braucht Zucker, allerdings nicht den Zucker aus Zucker, der Körper kann aus Stärke den benötigten Zucker für das Gehirn bilden. Ich halte Stärke also erst einmal für nicht verkehrt, insbesondere dann, wenn es aus Vollkorn oder eben Kartoffeln gewonnen wurde.Weißes Mehl hat keine richtigen Nährstoffe. Man hat hier konzentrierte Stärke, die ebenso ungeil wie reiner Zucker ist. Bei Pasta aus Weizenmehl frisst man laut dieser Definition also auch wieder puren Zucker. Bleibt also die Umstellung auf Vollkorn? Nee, denn Vollkornnudeln schmecken auch nicht so toll.

Lowcarb ist für mich keine Option, ich mag Kartoffeln und ich liebe Pasta. Ich bleibe aber dabei, dass dieser miese Zucker weg muss.

Keinerlei Zucker mehr, wo es sich vermeiden lässt

  1. Ich werde in Zukunft keine Softdrinks mehr trinken.
  2. Mein Kaffee ist ab sofort ohne Zucker und ohne Süßstoff. Einen kleinen Schuss Milch in den Kaffee werde ich mir allerdings weiter gönnen. Koffein greift bei hohem Kaffeekonsum die Magenschleimhaut an, daher mildert Milch diesen Effekt ein wenig ab.
  3. Wenn ich Durst habe, gibt's in Zukunft nur noch Wasser.
  4. Mein Essen bereite ich seit ein paar Wochen komplett selbst zu. Es gibt also keine Fertiggerichte mehr. Ich habe jedes Stück Fleisch, jedes Gemüse, jede Soße selbst zubereitet und dabei auf Zucker verzichtet. Dabei habe ich gemerkt, dass der Aufwand nur unwesentlich höher ist, man aber unglaublich viel Geld spart, denn die nötigen Gewürze hat man in der Regel irgendwann alle zuhause.

Ich werde meine Fortschritte nun auch öffentlich hier posten. Das ist eine weitere Motivation für mich.

Lesezeit: 08:38 Minuten
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Kommentare


Ich wünsche dir viel Erfolg und halte uns auf dem Laufenden - ich weiß, wirst du sowieso tun ^^
Allgemein hast du den besten Ansatz: Kombination aus Sport und Ernährungsumstellung. Wichtig dabei ist, dass es sich um dauerhafte Umstellungen handelt. Von speziellen Diäten, die durch Mangelernährung zum Erfolg führen, halte ich nichts. Auch Punkt 5 ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Ich wollte (letztes Jahr schon) die Doku Cooked vorstellen, in der das der zentrale Satz ist. Du darfst alles essen: Hauptsache, du hast es selbst gekocht :)

P.S. Ich vermisse deinen "Gefällt mir"-Button.


Der „Like“ kommt bald wieder :)

Ich denke auch, dass der Punkt Diät abzuhaken ist. Ich will ja nicht weniger essen, denn die reine Menge an Essen ist mein kleinstes Problem.

Und ja - ich denke, du meinst Punkt 4 🤣

Öhm ja Punkt 4. Die Elektrolyte! Sie verstehen? :D

Der Vote ist wieder da :)

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