Die 25 kg Challenge - Sport

Die 25 kg Challenge - Sport

25 kg will ich abnehmen. Das ist ein Viertel meines aktuellen Körpergewichtes. Dabei geht es mir gar nicht um den Vorgang des Abnehmens, sondern ich will Fettgewebe loswerden und in Muskeln umwandeln. Meine kompletter Verzicht auf Zucker sollte zumindest jetzt relativ schnell Resultate bringen. Auf Weizenmehl verzichte ich aktuell auch, da Dinkelbrötchen zum Beispiel ja auch nicht schlechter schmecken. Gestern abend gab's ein wenig Hühnchen und auf meinem Büroschreibtisch steht als Mahnmal ein Milka-Osterhase, der von mir niemals gegessen werden wird.

Diese Herausforderung nehme ich wahnsinnig ernst. Ich hatte schon einmal vorgehabt, abzunehmen, aber dieses Mal will ich am 26.09.2018 nur noch 80 kg wiegen und man soll ein beschissenes Sixpack sehen. Aber ich darf natürlich nicht naiv sein, nur die Nahrungsumstellung reicht definitiv nicht aus. Sport ist das einzige was mir helfen wird.

Dafür muss ich LISS-Kardiotraining machen. LISS steht für Low Intensity Steady State und bezeichnet ein kardiovaskuläres Training bei vergleichsweise niedriger Intensivität und sich wiederholenden Bewegungsmustern. Das ist zum Beispiel langes Laufen, über mehr als 30-45 Minuten pro Einheit. Zum LISS gehört auch so etwas wie Radfahren oder Schwimmen. Dabei geht es nicht darum, permanent seinen Puls hochzutreiben, sondern einen höheren Energieverbrauch zu provozieren. Wenn man den ganzen Tag auf dem Hocker sitzt, verbraucht man definitiv nicht mehr Energie, als wenn man den ganzen Tag läuft.

Nehmen wir mal „Laufen“ als Grundlage. Beim LISS laufe ich 45 Minuten lang so schnell, dass ich mich dabei aber noch gut unterhalten kann. In meinem Fall, da ich ziemlich unsportlich geworden bin, ist das ungefähr 8-9 km/h. Das ist schneller, als der Sonntagmorgenspaziergang aber eben noch nicht wirklich Jogging. Im Gegensatz zum HIIT, dem High Intensity Interval-Training, bei dem eine Einheit eher so 20-30 Minuten dauert: Dort walke ich 3 Minuten entspannt und lege dann einen 60 Sekunden Sprint ein, danach wieder 3 Minuten laufen und dann wieder sprinten.

Ich kenne meinen Körper. Ich weiß, dass ich keine 60 Sekunden am Stück sprinten kann. Ich weiß aber, dass ich stundenlang laufen kann. Dabei ist das Gelände sogar fast nebensächlich. Das Problem bei LISS ist folgendes: Der Körper baut eine gewisse Grund-Reserve auf. Wenn man also nach dem ersten Mal „spazierengehen“ nach einer halben Stunde aus dem letzten Loch pfeift, stört einen das nach dem dritten Mal überhaupt nicht mehr. LISS kommt einem also dabei entgegen, ein ruhiges, gelassenes Training zu verfolgen. Der Preis dafür ist aber, dass man irgendwann immer weiter und immer mehr laufen/schwimmen/radfahren muss. Irgendwie wird's albern, wenn man 3-4 Stunden spaziert. ­čĄú So wie ich das verstanden habe, muss ich also doch eine HIIT-Einheit einbauen. Das ist übrigens der Teil, den ich super bekackt finde. Das ist der Teil, der mir die Motivation versaut. ­čĺę Aber nun gut, es hilft ja alles nichts.

Mein aktuelles Sportprogramm ist aber noch gar nicht vorhanden. Während ich meinen Ernährungsplan ganz gut selbst im Griff habe, da ich ja eigentlich nur auf Zucker verzichte und bei Hunger lieber ein Glas Wasser mehr trinke, ist Sport etwas, das man niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt in Angriff nehmen sollte. Bei jetzt 102 kg würde es meine Gelenke unnatürlich stark beanspruchen, wenn nicht sogar schädigen, wenn ich jetzt mit Jogging anfange. Klar, durch das Biken habe ich noch andere Reserven, die man normalerweise als Bürohengst nicht unbedingt hat. Es bringt nur gar nichts, den Puls hochzujagen.

„Noch gar nicht vorhanden“ ist allerdings auch erstunken und erlogen. Ich bin mit Kickboxen angefangen und beim Schreiben dieser Zeilen quält mich ein übler Muskelkater. Aber das ist geil. Bei Yoshinryu in Rastede lerne ich gerade ein völlig neues Körperbewusstsein kennen. Ich laufe dort, ich habe gestern sogar schon Roundhouse-Kicks gemacht. Die Gruppe ist auch ziemlich super, immerhin kann ich mit extrem erfolgreichen Sportlern trainieren.

Mal gucken, wohin die Reise geht ­čśë

Kommentare


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Damit kannst Du wirklich ├╝berall trainieren, eben ohne Ger├Ąte, nur mit dem eigenen K├Ârpergewicht und kleinen Hilfsmitteln wie beispielsweise einem Handtuch, einem Stuhl oder ├Ąhnlichem.


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