Wieso CEOs der grossen Firmen so erfolgreich sind - Verhaltensweisen abgucken

Die CEOs dieser Welt namens Gates, Jobs, Bezos oder auch Branson sind superreich, wirken allesamt trotz ihrer vielen Arbeit aber extrem ausgeglichen. Wenn ich mich selbst betrachte, bin ich bei weniger persönlichem Druck oft viel kaputter und vor allem viel gereizter als einer von diesen Typen. Da muss man mal in sich gehen und überprüfen, was die CEOs anders machen, als ich.

Frühes Aufstehen

Morgengrauen

Es fällt auf, dass jeder CEO ein Frühaufsteher ist. Dabei muss man nicht so früh aufstehen, wie Tim Cook (3:45 Uhr) aber es ist ja schon so, dass man so lange wie möglich liegenbleiben möchte und dann Stress hat, weil man doch bis 9 Uhr im Büro sein muss. Hektisches Duschen, Frühstück fällt aus und der Kaffee wird heruntergestürzt, während man die Kinder noch für die Schule fertig machen muss.

Das kann nicht richtig sein. Wenn man also wirklich früh aufsteht, kann man ganz in Ruhe duschen. Das Frühstück kann mit den Kindern zusammen genossen werden und man hat sogar noch Zeit, seine Emails zu lesen und vorzusortieren. Jack Dorsey von Twitter geht zum Beispiel morgens noch Joggen und sowieso scheinen viele CEOs die Zeit vor der Arbeit für ihr Workout zu nutzen. (Quelle: wiwo)

Ich werde mir also angewöhnen müssen, morgens viel früher aufzustehen. Natürlich, um Sport zu machen oder eben auch, um meine Kids wenigstens am morgen zu sehen und sie nicht wegen Zeitdruck anmeckern zu müssen.

Workout

Den „fetten Chef“ gibt es in den Mega-Firmen nicht. Wenn man sich diese Typen anguckt, sind das alles dynamische Männer und Frauen, die durchaus auch als Coverfoto für eine Businesszeitung herhalten können. Nur durch Arbeiten kriegt man aber eben nicht automatisch eine gute Figur. Sport ist nun einmal sehr wichtig. Und CEOs haben auch nicht wirklich Zeit, denn natürlich muss man Arbeiten.

Wenn man morgens früher aufsteht, kann man vor der Arbeit noch vieles erledigen. Frühstück und eben Sport gehört dazu. Und bei Sport ist tatsächlich ein intensives Training gemeint, inklusive eines schnellen Aufwärmens und einer Stretchingphase nach dem Sport. Die meisten CEOs planen 30 Minuten Sport pro Tag mit ein. Dabei kann man morgens auch im Wechsel mal Joggen gehen (Cardiotraining) und fiese Burpees und Crunches machen. Jeder, der Leistungssport gemacht hat, kann dir bestätigen, dass die Ausschüttung von Glückshormonen dich im Job fokussieren lässt. Außerdem wirst du durch regelmässigen Sport fitter und damit auch wacher. Totphasen im Büro gibt es dann nicht mehr.

Pendler? Nutze das aus!

Einerseits entspannt Musik beim Autofahren, falls es die richtige Musik ist. Andererseits ist es aber leider auch so, dass man diese Zeit auch nutzen kann, um sich in einem Thema weiter zu bilden. Noch besser ist natürlich der Zug, weil du dort echte Bücher oder die Zeitung lesen kannst. Ich habe mir angewöhnt, im Auto Podcasts zu hören. Aktuell bin ich beim Sound of Symfony Podcast angekommen. Symfony ist mittlerweile mein Handwerkszeug, aber das Framework ist so mächtig und Komplex, da kann man gar nicht alles wissen. Als Pendler kannst du dir Podcasts anhören. Falls du dich über Fachthemen weiterbilden willst, solltest du dir eventuell Blinkist anschauen. Dort werden Fachbücher in kurze, prägnante Snippets zusammen gefasst.

Meditation

Frau am Strand

Meditation ist nicht zwangsläufiges „Ooooohmmmm“-sagen. 20 Minuten am Tag solltest du dir für eine ordentliche Meditation gönnen. Optimal ist dafür die Mittagspause, die man sonst mit „Essen reinschaufeln“ verbringt. Es ist doch so, dass man normalerweise zur Imbissbude rast, sich Pommes bestellt, auf diese Dinger dann warten muss und sich dann verinnerlicht. Da du dir ja angewöhnt hast, ein ordentliches Frühstück zu dir zu nehmen, reicht Mittags ne Kleinigkeit und dann setzt du dich irgendwo hin und machst bewusst gar nichts, außer nachzudenken.

Organisation ist alles

Es gibt viele Konzepte, um seinen täglichen Output zu optimieren. Ich selbst habe mir angewöhnt, ein großes Tagesziel zu haben und dies über die sogenannte Pomodoro-Technik zu erreichen. Du teilst deine „Gesamtaufgabe“ in kleine Segmente auf. Jedes dieser Segmente dauert 25 Minuten und nach dieser Zeit machst du eine kurze Pause vom PC und machst dann in einem 25 Minuten Segment mit dieser Teilaufgabe weiter oder du beginnst mit der nächsten Aufgabe.

Like a boss

Die Intention dahinter ist es, zu lernen, seine Mammutaufgabe in Blöcke aufzuteilen, da diese Blöcke leichter zu erledigen sind, als die Aufgabe „baue ein Haus“. Außerdem lernst du durch diese Fragmentierung deiner Arbeit, genauer einschätzen zu können, wie lange du tatsächlich für einen Task brauchst. Aus der Praxis weiß ich, dass ein einfaches HTML-Formular eben nicht nur 2 Stunden dauert, es können auch mal 3 oder sogar 4 Stunden vergehen, weil du flexibel sein musst, weil die Validierung client- und serverseitig stattfinden soll und weil du die Aufgabe grundsätzlich mal falsch eingeschätzt hast.

Nach Feierabend

Binge-Watching ist schön, allerdings irgendwo auch ziemlich dämlich. Du musst einer Handlung folgen und gleichzeitig dein Tempo drosseln. Das kann nicht funktionieren. Fernsehen, auch Video-on-Demand sollte auf einen einzigen Film pro Abend oder eine einzige Folge pro Abend beschränkt sein. Nutze die Zeit besser, um herunter zu fahren oder um noch mal Zeit mit deiner Familie oder Freunden zu verbringen. Oder fahre ganz runter und mache irgendwas, was mit deinem Job überhaupt nichts zu tun hat. Gartenarbeit, wandern gehen oder sich an den Strand oder an einen Berg setzen. Triff Freunde. Tatsächlich kannst du bis 23 Uhr wach sein und trotzdem deine 7 Stunden Schlaf bekommen. Das schaffst du aber nicht, wenn du eine ganze Staffel „Game of Thrones“ durchgucken möchtest.

Fazit

Ich werde genau diesen Plan ab sofort verfolgen.

 

Photo by Max Rovensky on Unsplash, Photo by Brooke Lark on Unsplash, Photo by Ross Findon on Unsplash, Photo by corina ardeleanu on Unsplash

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