Die besten Filme fuer Kinder wurden in den achtziger Jahren gemacht

Die besten Filme fuer Kinder wurden in den achtziger Jahren gemacht

Der Erfolg von Stranger Things zeigt, dass die späten achtziger Jahre einen tiefen Eindruck bei uns hinterlassen haben. Dabei geht es meiner Meinung nach nicht um die eigentlichen 80er, sondern um die Art, wie Geschichten zu dieser Zeit erzählt wurden. Meiner Meinung nach wurden die besten Filme aller Zeiten in den Jahren 1980 bis 1990 gezaubert. Ein paar der Superregisseure dieser Zeit haben sich ihren frühen Erzählungsstil bewahrt und auch bis zur Mitte der 90er Jahre Kino der 80er Jahre gedreht. Ein Beispiel dafür ist Jurassic Park, der im Grunde der letzte Spielberg-Film war, bei dem man von einem „Wunderkind“ sprechen konnte.

Ich gehe in diesem Posting auf die besten Filme ein, die man auf jeden Fall auch mit seinen Kindern zusammen gucken sollte. Dabei beschränke ich mich auf die Zeit, als Kinder als Helden im Kino noch echten Gefahren ausgesetzt waren und man als kindlicher und jugendlicher Zuschauer noch richtig mitgefiebert hat. Wenn ihr weitere Musterbeispiele für tolle 80er-Filme für Kinder findet, lasst es mich wissen. Hinweis: Meine Kinder haben das Glück (oder Pech) mit mir als Filmgeek durchaus auch mal heftigeres Zeugs zu gucken.

Hier also die Liste der besten Filme der späten 80er / frühen 90er, die man mit seinen Kindern gucken sollte

Die Goonies (1985)

Zuletzt war Sean Astin als „Bob“ in Stranger Things zu sehen. Als Astin selbst noch ein Kind war, spielte er in die Goonies die Rolle des Mike Walsh. Auf dem Dachboden finden Mike und seine Freunde Data, Chunk, Mouth, Mikes Bruder Brand, Andy und Stef die Piraten-Schatzkarte des einäugigen Willy. Die Mietshäuser, in denen sie wohnen, sollen abgerissen werden und damit müssen alle umziehen, wenn sie das Geld nicht haben, ihre Häuser zu kaufen. Der Schatz könnte also dafür sorgen, dass die Goonies in ihrer Stadt bleiben dürfen. Die Schatzsuche selbst stellt sich als einfach heraus, doch die Höhle, in der der Schatz ist, ist voller Fallen und außerdem werden die Goonies von ein paar verrückten Gangstern gejagt.

Die Goonies ist laut, wild und stellenweise sehr actionreich. Die Regie stammt von Richard Donner, den man normalerweise eher aus dem Actionbereich kennt, dort hat er die Lethal Weapon Reihe mit Mel Gibson und Danny Glover erdacht. Bei den Goonies gibt es keine richtigen Gewaltszenen, aber es ist sehr deutlich, dass die Fallen gefährlich sind. Direkt am Anfang stolpern die Kids auch über einen verwesten Abenteurer und sehen einen erschossenen FBI-Agenten. Dennoch ist der Film ungeheuer lustig und auch die kleineren haben wirklich was zu lachen.

Stand By Me (1986)

Die Freunde Gordie, Chris, Teddy und Vern haben gehört, dass eventuell neben einer nahegelegenen Bahnstrecke ein Junge verunglückt ist. Sie wollen die Leiche finden und als Helden gefeiert werden. Dabei erzählen sie sich Geschichten und Chris erlebt, wie ihn Erwachsene betrügen. Es gibt Blutegel, es gibt miese Schlägertypen und tatsächlich finden die Jungs natürlich die Leiche.

Der Film von Rob Reiner basiert auf der Kurzgeschichte „die Leiche“ von Stephen King und ist eine wunderbare Coming-of-Age-Geschichte mit 4 pubertierenden Jungs, die an der Schwelle zum Erwachsenwerden stehen. Der Film hat ziemlich intensive Momente („ich schwör's bei Gott, ich bring dich um“) und man kann sich an anderen Stellen fast totlachen (Riesenarsch Hogan). Interessanterweise ist der Film ab 6 Jahren freigegeben.

Der Flug des Navigators (1986)

Auf dem Weg nach Hause im Jahr 1978 verschwindet Joey spurlos. Er taucht 8 Jahre später im Jahr 1986 wieder auf. Für ihn selbst ist die Zeit allerdings gar nicht vergangen, er ist immer noch 12 Jahre alt und keinen Tag gealtert. Er will nach Hause, doch seine Eltern wohnen gar nicht mehr dort. Die Polizei greift ihn auf und natürlich haben seine Eltern gedacht, er wäre tot. Parallel dazu findet die NASA ein UFO und weil der Junge keinen Tag älter wurde und sich sein Auftreten mit dem UFO-Besuch überschneidet, nimmt die NASA den Jungen mit. Natürlich kommen UFO und Joey zusammen. Das UFO wird von einem Roboter namens Max gesteuert.

Der Flug des Navigators ist vom Grease-Regisseur Randall Kleiser. Tatsächlich ist es einer der ersten Filme, die intensiv vom Spezialeffekt „Morphing“ gebraucht gemacht haben. Das Raumschiff ist ziemlich lustig und nimmt zum Beispiel E.T. und Star Wars auf die Schippe. So will Joey unterwegs einmal telefonieren und Max sagt: „Der Junge will nach Hause telefonieren“. In der deutschen Version spricht Arne Elsholtz den Roboter.

Nummer 5 lebt (1986)

Ein Militärroboter wird durch einen Blitz getroffen und entwickelt ein eigenes Bewußtsein. Er möchte nicht mehr töten, er will lesen und Freunde finden. Nummer 5 möchte außerdem nicht wieder in die Fabrik zurück und neu programmiert werden. John Badham hat hier ein wunderschönes Science-Fiction-Märchen geschaffen. Der als Killer geschaffene Roboter ist neugierig, witzig und damit fast menschlicher, als seine Gegner. Der Film macht Spaß und bietet auch einige ziemlich spannende Momente.

Die unendliche Geschichte (1984)

Bastian Balthasar Bux findet ein Buch und liest die Geschichte über Atréju, einem Jungen, der das Reich Phantasien vor dem Nichts retten soll. Es gibt verrückte Gestalten, wie den Steinbeißer und einen extrem gruseligen Killer-Wolf, der die Mission von Atréju gefährden soll.

Michael Ende fand den Film von Wolfgang Petersen beschissen und wollte gar nicht mehr in den Credits genannt werden. Die meiner Meinung nach schlimmste und traurigste Szene aller Zeiten in einem Kinderfilm wurde hier gedreht, als Atréju sein treues Pferd Artax in den Sümpfen der Traurigkeit zurücklassen muss. Als Kind habe ich stundenlang deswegen fast geweint.

Gremlins (1984)

Randall bekommt von seinem Vater ein süßes kleines Vieh namens Gizmo geschenkt. Gizmo darf nicht nach Mitternacht gefüttert werden und es ist extrem wichtig, ihn niemals Wasser auszusetzen. Natürlich kriegt Gizmo Wasser ab und aus seinem Körper schlüpfen weitere Gizmos, die bei weitem nicht so putzig sind. Nachdem diese Viecher auch noch nach Mitternacht gefüttert werden, bricht die Hölle aus. Denn ab sofort sind das keine Mogwais mehr, sondern fiese, brutale Monster.

Tatsächlich ist Gremlins mein persönlicher Lieblings-Weihnachtsfilm. In Amerika ist der Film lustigerweise nur mit PG bewertet worden, darf also sogar von 6 jährigen in Begleitung ihrer Eltern geguckt werden. In Deutschland ist der Film ab 16 Jahren freigegeben. Beide Bewertungen finde ich albern. Je nach Charakter kann dieser Film von Joe Dante auch durchaus von einem 10 Jahre alten Kind geguckt werden.

Explorers (1985)

Ein Junge träumt von einem Chipsatz. Zusammen mit seinem wissenschaftlich begabten Kumpel bauen sie diesen Chip und merken, dass sie die Pläne für ein interstellares Raumschiff erhalten haben. Sie machen sich also daran, das Raumschiff zu bauen und reisen dann tatsächlich ins Weltall und treffen dort auf TV-begeisterte Aliens.

Ein weiterer Film von Joe Dante. Explorers ist ein absolutes Chaos verrückter Ideen und leider merkt man zum Ende des Films sehr deutlich, dass den Produzenten die Geduld und das Geld ausgingen. Die Jungs bauen ihr Raumschiff und die Aliens sind so dermaßen behämmert und lustig, dass man sich wünschen würde, der Film ginge noch mindestens 2 weitere Stunden. Lustigerweise war die Rohfassung auch 3 Stunden lang.

Geschenkt ist noch zu teuer (1986)

Ein Junges Paar, gespielt von Tom Hanks und Shelley Long kauft ein vermeintliches Schnäppchenhaus. Leider ist das Haus eine absolute Bruchbude. Einstürzende Treppen sind hier noch das harmloseste.

Richard Benjamin hat in den 80ern einen Haufen wunderbarer Komödien gedreht. Jahre vor „Kevin-allein zu Haus“ hat Benjamin hier ein Haus voller tödlicher Fallen verbaut. Super geile Slapstick-Komödie

Ghostbusters (1984)

Parapsychologische Wissenschaftler werden aus ihrer Uni gefeuert, gründen eine Firma, die Geister jagt und kreuzen die Ströme zuerst nicht. Nein, wer Ghostbusters nicht kennt, muss auf einem anderen Planeten gewohnt haben. Dieser Film hat unglaublich viele geile Sprüche, insbesondere natürlich von Bill Murray. Es gibt einige ziemlich lustige Jumpscares und tatsächlich war Ghostbusters ursprünglich gar nicht so richtig für Kinder gemacht.

Die Mitwirkung von Bill Murray und auch von Dan Aykroyd sorgte aber seinerzeit dafür, dass der Film irgendwie lustiger wurde. Tatsächlich ist das Logo der Ghostbusters sogar noch bekannter, als das Logo von Apple.


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