Unsere Religion ist verdieselt und der Messias baut komische Autos

Unsere Religion ist verdieselt und der Messias baut komische Autos

Für diesen Post habe ich mehrere Ansätze gebraucht. Ich bin sogar schon über die Überschrift gestolpert, denn ich wollte humoristisch-sarkastisch direkt in der Überschrift schon formulieren, worauf das hier alles hinaus läuft. Ob es mir gelungen ist, sehen wir am Ende dieses Beitrages. Die Automobilindustrie hat uns alle angelogen. Die Industrie hat  gelogen. Das ist in der Geschichte der Menschheit ja noch nie passiert, dass die Reichen und Mächtigen den unbescholtenen Bürger angelogen haben. Jetzt sind wir alle schockiert und natürlich kommt in den sozialen Netzwerken immer wieder der Ruf nach Rücktritten und Klagen.

Zurücktreten sollen die fetten Managerschweine, die inkompetenten, bestechlichen Politiker und es sei ja sowieso unumstritten böse, was die fiesen Säcke alles mit uns anstellen würden. Und denkt denn niemand an die Kinder?!

Mittlerweile fragen sich die Medien ja auch wieder, wo Mutti Merkel denn gerade wieder ist und warum sie sich dazu nicht äußern würde. Frau Merkel äußert sich immer erst dann zu einem Thema äußert, wenn eine Blumenwiese über das Thema gewachsen ist. Also sollten wir jetzt einfach mal bei den Tatsachen bleiben. Bitte beachtet dabei, dass ich meine Erfahrungen als Autofahrer und mein gefährliches Halbwissen aus Recherchen diverser Portale und Nachrichtneseiten beziehe.

Diesel

Es gibt exakt zwei relevante Motorentypen für Automobile. Das eine ist der Dieselmotor, das andere der Benzinmotor. Der größte Unterschied zwischen diesen beiden Motorentypen ist die Art, wie der Sprit zur Explosion gebracht wird. Beim Diesel geschieht das allein durch Kompression des Treibstoffs und beim Ottomotor wird das Benzin-Luftgemisch durch eine Zündkerze angezündet. Da bei Dieselmotoren grundsätzlich der Motor sich selbst antreibt, ist der Wirkungsgrad höher. Diesel brennt nicht so schnell wie Benzin, ist damit eigentlich auch sicherer. Selbst der CO²-Ausstoß bei einem Diesel ist wesentlich geringer. Allerdings ist der Stickstoffaustoß gerade bei alten Dieselmotoren sehr viel höher und es bildet sich auch bei alten Dieselmotoren viel Feinstaub, der in die Lunge gelangen kann. Feinstaub ist in erster Linie Ruß und diesem Ruß wird mit Recht nachgesagt, dass er krebserregend ist. Dieselmotoren gelten als extrem langlebig, spritsparend und wirtschaftlich. Umweltfreundlichkeit wird diesen Motoren nicht zugeordnet.

Allerdings kann man einiges machen. Heutige Feinstaubpartikelfilter sind tatsächlich ziemlich mächtig und schrauben den Dreck-Anteil in den Dieselabgasen schon sehr weit herunter. Doch leider ist diese Technik physikalischen Gesetzen unterworfen und man kriegt die Partikel aus den Abgasen nicht mal annähernd so gut raus, wie man eigentlich sollte. Daher kann man den Verbrennungsprozess des Rußes noch mit einer natürlichen Chemiekeule unterstützen. AdBlue. Dieses Mittel, bei dem es sich im großen und ganzen um Urin handelt, kann durch chemische Bindung weitere Schadstoffe aus den Abgasen herausziehen. Damit wäre bei idealem Fahren tatsächlich ein Abgasniveau eines Ottomotors erreicht. Wenn man jetzt auch noch so fährt, dass die Drehzahlen des Motors nicht zu hoch sind, kann man fast von einem umweltfreundlichen Auto reden. Ja, das kann man.

Der Dieselmotor ist bei aller berechtigten Kritik aber auch eine Chance. Rein theoretisch läuft jeder Diesel ohne größere Umrüstaktionen mit Rapsöl. Praktisch leider nicht so, denn Rapsöl ist innerhalb des Motors so scharf, dass Zuleitungen zerfressen werden und Pumpen einem wesentlich höherem Druck ausgeliefert. Speditionen, die ihren LKW-Fuhrpark aus Kostengründen auf Rapsöl umstellen wollten, hatten mit wesentlich kürzeren Wartungsintervallen bei ihren Fahrzeugen zu kämpfen und die Autos waren unverhältnismäßig oft kaputt. Trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass der Rapsöl-Ansatz wesentlich schneller und besser vom Erfolg gekrönt sein kann, als die Elektromobilität.

Jetzt kommen wir zu TESLA.

Elon Musk hat es geschafft, eine Firma zu erschaffen, die einen unfassbaren Hype um so etwas simples wie ein Auto aufbaut. Dabei wird jedes Teslamodell von den Jüngern gehyped wie das neue Iphone. Ich selbst bin davor ja auch nicht geschützt gewesen, denn ich finde den Tesla von außen richtig schick und wenn man das Sportpaket hat, ist die Beschleunigung eines Tesla vergleichbar mit dem lustigsten Fahrsgeschäft der Welt. Tesla vermarktet ihr Auto als zukunftssicheres E-Mobil mit hoher Reichweite und unglaublich viel Spaß. Bei Tesla sieht man ganz klar, was die anderen Autobauer falsch gemacht haben. Tesla hat ein Elektroauto gebaut, das auch noch richtig geil aussieht.

Wenn man sich die hässlichen Gurken von BMW anschaut, ist es kein Wunder, dass sich die E-Mobilität hier einfach noch nicht durchgesetzt hat.

Doch wie umweltfreundlich ist ein Tesla wirklich? Das Auto selbst fährt ja sogar bei einer sportlichen Fahrweise mittlerweile 400 km über eine vergleichsweise simple Batterie. Wenn diese dann leer ist, wird sie - über Stunden - in der heimischen Garage einfach wieder aufgeladen. Jetzt kommt der Spielverderber in mir und sagt, dass dieser Strom in einem Kohle- oder Atomkraftwerk hergestellt wird. Beim Kohlekraftwerk reden wir dann über einen CO²-Ausstoß, den man dem Auto hier anrechnen müsste und beim Atomkraftwerk hört jegliches Verständnis für saubere Energie bei mir sowieso auf. Tesla verbaut Solar-Dächer, die das Auto mehr oder weniger selbstständig aufladen. Diese Dinger sind, soweit ich weiß, aber noch Bonus-Zubehör.

Dann muss sich der Abgas-Messias Elon Musk auch die Frage gefallen lassen: Was passiert eigentlich, wenn ich meinen Tesla verschrotte? Wie umweltfreundlich ist die Batterie oder die Regeneration dieser Batterie dann? 

Fazit

Trotz aller Filter, AdBlues, Elektrozellen und Solardächer sind wir alle noch immer in der Steinzeit. Autos sind noch immer fiese Umweltbomben und sondern direkt oder indirekt alles mögliche an Zeugs ab, was uns Menschen und die Tierwelt krank macht. Dabei ist es egal, ob wir hier von Benzin, Diesel, Rapsöl oder eben auch Strom reden. Das Zeug muss irgendwie in Bewegungsenergie umgewandelt werden und das scheint komplett ohne Schadstoffe aktuell nicht möglich zu sein. Wir müssen also den Zustand erreichen, dass die Verbrennung von Benzin oder Diesel zu 100% abgasfrei geschieht oder aber die besten Chemiker der Welt dazu bringen, irgendwas zu erfinden, dass die Moleküle dieser Stoffe soweit vereinfacht, dass wirklich nur noch reinstes Wasser aus dem Auspuff kommt. Was Tesla betrifft, so ist der Weg sicherlich der richtige. Die aktuellen Betatester werden ihre Erfahrungen mit Tesla-Autos im Langzeitbetrieb an den Hersteller zurück geben und ich hoffe, dass Musk und sein Team soviel Geld übrig haben, die Ergebnisse der Teslafahrer so einzusetzen, dass zukünftige Modelle tatsächlich ihren eigenen Strom produzieren und das die Batterien gesünder werden.

Ich hoffe auch, dass VW, BMW, Mercedes und alle anderen zumindest jetzt die Giftschränke öffnen und verbesserte Konzepte vorstellen.


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