Kultur des Meckerns - Asoziales Netzwerkpack

Ich bin noch immer tierisch geladen. Dabei geht es, wie so oft, um meine Mit-„Menschen“ in den berüchtigten Sozialnetzwerken wie Facebook und Twitter. Denn eines hat dieses ganze Social-Media-Gewusel definitiv ausgelöst: Die Leute meckern über jeden Scheiss und sind unfassbar schockiert, wie asozial doch alle anderen Menschen sind. Und Jugendliche sind sowieso scheisse und wieso stellt man die Flüchtlinge nicht alle vor die Mauer und Deutschland wird ja immer schlimmer.

Überall dieses Gemecker und die noch viel schlimmere Zustimmung für die Scheisse, die manche Menschen von sich geben. Ein einfaches Beispiel: In einer Facebook-Gruppe wurden Fotos eines vermüllten Strandabschnitts vom Bornhorster See gepostet. Mal abgesehen davon, dass es dort eigentlich immer schlimm aussieht, flippten alle möglichen Menschen tierisch aus und denunzierten angebliche asoziale Jugendliche, die alles versiffen und alles kaputt machen. Angeblich war das früher ja nicht so schlimm und die Jugend von heute ist sowieso genetischer Abfall.

Mimimi-Mecker! Fuck! FUCK! - Anstatt die Fotos zu posten und der Volksfront von Judäa oder der judäischen Volksfront oder der populären Front zu zeigen, hätte man auch einfach einen Müllbeutel nehmen können und den Kram wegmachen können. Oder halt einfach woanders hingehen können. Aber nein, man muss sich darüber echauffieren und herum heulen. Ich sage ja nicht, dass man sich im Netz nicht äußern darf. Das Netz ist exakt für so etwas geschaffen worden, aber wenn der ganze Quatsch total aufgeblasen und eigentlich ne Kleinigkeit ist, könnte man doch einfach mal die Fresse halten.

Müll

Kommentare


Ich stimme dir da voll und ganz zu. Leider gab es, als wir Jugendliche waren, auch schon überall solche Flächen. Ich weiß nicht, wer das gemacht hat. Ich weiß nur, dass die Gruppen, mit denen ich unterwegs war, ihren Müll auch wieder weg gemacht haben. Es gibt aber in jeder Generation leider Leute, die da eine andere Einstellung zu haben. Aber eigentlich ging es ja um das Meckern. Auch da stimme ich dir zu: Es ändert nichts, wenn Leute sich einfach nur aufregen. Ich weiß nicht, ob das die Natur des Menschen ist. Aber ich erlebe es leider oft, dass Leute meckern, klagen, andere Leute abwerten, sagen, was andere Leute tun müssten, damit etwas besser wird. Aber selber konstruktiv etwas dafür tun, dass der Misstand besser wird, den sie beklagen: Nein. Wenn der Leidensdruck nicht so groß ist, dass die Personen selber aktiv werden müssen, ist es wohl nicht so schlimm ;)
Geschrieben von Marcel Schindler am 23.06.2017
socialmedia,
Soziale Netzwerke versus das eigene Blog Kultur des Meckerns - Asoziales Netzwerkpack


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