Was ist Geocaching

Was ist das, was soll das alles?

Ganz kurz gesagt: Schnitzeljagd mit Dosen, deren Koordinaten mal mehr, mal weniger direkt im Internet veröffentlicht wurden.

Etwas länger gesagt:

Und jetzt, die ganz lange Fassung, inklusive Geschichte und Zukunft des Cachens

Schnitzeljagden sind ein beliebtes Spiel insbesondere natürlich bei Kindergeburtstagen. Auch erwachsene Menschen spielen natürlich immer wieder gern Detektiv und wollen ihrem Alltagstrott entfliehen und sich die Gegenden mal genauer angucken. So ähnlich ging des wohl auch dem Finnen Nuuksion Metsäsissit: Gelangweilt von der Ereignislosigkeit der langen Midsommernächte dachte dieser sich in den 1980er Jahren ein Spiel aus, das dem heutigen Geocaching schon recht ähnlich sah. Er versteckte eine Kiste irgendwo und gab Freunden die Aufgabe, die Kiste anhand einer Landkarte und den entsprechenden GPS-Koordinaten zu finden. Damals waren GPS-Geräte noch nicht in Smartphones eingebaut und die echten GPS-Tracker vermutlich noch unbezahlbar. Dennoch erfreute dieses Spiel eine Menge Leute und irgendwann wurde die künstliche Ungenauigkeit von GPS auch mehr oder weniger abgeschafft und GPS-Empfänger wurden auch endlich bezahlbar.

Das brachte Dave Ulmer dazu, dieses kartenbasierte Spiel nun mit GPS-Geräten zu spielen und die Koordinaten im Internet zu veröffentlichen. Geocaching ward geboren und viele Menschen konnten nun einem neuen Hobby nachgehen. Auf der größten internationalen Website zum Thema (geocaching.com) sind zur Zeit ca. 6 Millionen Cacher registriert und suchen 2,5 Millionen Caches weltweit. Dabei gibt es verschiedene Cachetypen, die wir alle in unserem Lexikon erläutern.

Wer sind die Geocacher?

"Den" Geocacher gibt es gar nicht. Geocacher (die Leute, die sowas machen) kommen aus allen sozialen Umfeldern und allen möglichen Altersstufen. Es gibt die Geocacher, die mit ihren Kindern durch die Gegend spazieren wollen und nicht immer in den teuren Zoo gehen möchten. Es gibt die Rentner, die "neue" Routen zum Spazieren gehen möchten. Es gibt die abenteuerhungrigen, die möglichst "schwierige" Caches suchen und nicht zuletzt gibt es die "Touristen", die das geocachen nutzen, um im Urlaub die Plätze zu finden, die in keinem Reiseführer verzeichnet sind.

Das macht den ganzen Geocaching-Hype zusätzlich noch interessant, denn Geocaching kann von jedem praktiziert werden, der sich irgendwie fortbewegen kann und in der Lage ist, Koordinatendaten zu lesen oder hören. Da es keine sozialen Grenzen gibt, sind Cachertreffen (die auch als Geocache gelogged werden dürfen), immer hoch interessant, den vom Arzt bis zum Sozialhilfeempfänger sind alle dabei und reden den ganzen Abend über Geocoins, Trackables, Cachelocations, Nanos, Mysteries und so weiter. All die Leute verbindet das Hobby, durch die Natur zu stapfen und Dosen zu finden.

Wen stören die Geocacher?

Geocaching tut erstmal ja keinem weh. Es sind ja nur Menschen, die durch den Wald gehen oder in Städten nach Dosen suchen. Das Problem ist allerdings folgendes: Manche haben noch nie etwas vom geocachen gehört. Wenn diese Leute dann einen Typen an einer Telefonzelle herumnesteln sehen, dann wirkt das eventuell verdächtig. Auch gibt es natürlich auch bei den Geocachern Leute, die sich nicht an die Regeln halten. Eine Regel ist zum Beispiel, sich ganz klar an die Gesetze zu halten. Wenn ein Cacher im Wald unterwegs ist, dann hat dieser Rücksicht auf die Tiere im Wald zu nehmen. Unnötiges herum schreien oder das Abweichen von Pfaden ist bei ernsthaften Cachern eher unbeliebt.


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